Schwelmer THW-Helfer reist nach Haiti
18.02.2010 | 17:47 Uhr 2010-02-18T17:47:00+0100
Schwelm. „Ich habe ein gutes Gefühl. Sicherheitstechnisch ist die Situation gut gelöst. Und wir sind schließlich ein Nachfolgeteam.” Markus Mexner (39) weiß, wovon er spricht. Bereits zum sechsten Mal ist er für das Technische Hilfswerk (THW) im Auslandseinsatz.
Diesmal leistet er Hilfe auf Haiti. Nach dem großen Erdbeben ist die Situation des Inselstaates zwar aus den Schlagzeilen verschwunden, Hilfen wie die des THW sind aber unabdingbar, um die Versorgung halbwegs sicherzustellen.
Markus Mexner, der beim heimischen Energieversorger AVU als Techniker tätig ist, hat sich als THW-Experte auf die Trinkwasseraufbereitung und Analyse des Trinkwassers spezialisiert.
Entsprechend wird er mit seinem siebenköpfigen Team auch hierin den Schwerpunkt für seine Arbeit auf der Karibikinsel haben. Vier Wochen lang ist die Aufbereitung des Wassers und die Qualitätskontrolle zentrale Aufgabe des gebürtigen Schwelmers.
Bei der Verteilung des Trinkwassers können die Helfer auf ein System zurückgreifen, das schon vor dem Erdbeben die Versorgung der Bevölkerung garantiert hat. Es gab kein „leitungsgebundenes Rohrleitungsnetz”, so Markus Mexner. Vielmehr wurde das Trinkwasser mit Tanklastwagen an bestimmte Verteilerstellen gefahren. Das kann jetzt wie vor der Naturkatastrophe, die über 200 000 Menschen das Leben gekostet hat, praktiziert werden. Dies allerdings auch erst nachdem genügend Treibstoff für die „Tanker” ins Land geflogen worden ist. Es fehle an einer Infrastruktur, hatten die Erstversorger feststellen müssen. Zivil- oder Katastrophenschutz gab es nicht. Zudem waren Straßen nach dem Beben unpassierbar geworden.
„Wenn genügend Sprit vorhanden ist, bringen wir das Trinkwasser bis in die Berge”, so Markus Mexner. Mit den fast 300 000 Litern Wasser können täglich 50 000 Menschen versorgt werden. Sein Team wird auch Wasseranalysen für andere Organisationen übernehmen. Eine Herausforderung, der er sich gerne bei seinem erneuten Auslandsaufenthalt stellt.
Familie und AVU weiß Mexner hinter sich
Unterstützt wird Markus Mexner, der übrigens auch ein Aktivposten bei der Schwelmer Nachbarschaft Zum Parlament ist, dabei nicht nur von Ehefrau Bettina und Sohn Timm. „Die stehen voll hinter mir”, so Markus Mexner, der am Freitag um fünf Uhr in der Früh Richtung Flughafen Frankfurt unterwegs ist.
Hinter sich weiß er auch seinen Arbeitgeber AVU, der ihm das Ehrenamt beim THW und damit die Auslandshilfe ermöglicht. Dankbar ist Mexner vor allem auch seinem Gegenüber im Büro. Denn der muss schließlich während der Abwesenheit des THW-Wasserexperten dafür sorgen, dass die Arbeit daheim erledigt wird.
11:32
Frage, auf der Lokalteil Schwelm Seite steht, bzw befindet sich das Symbol für ne Fotogalerie, draufklicken führt zum Artikel und im Artikel selbst befindet sich auch keine - und das Artikelfoto ists wohl kaum... gruß
21:45
Klasse Arbeit !