Schwelmer Bier wird weiter gebraut
26.11.2009 | 16:16 Uhr 2009-11-26T16:16:00+0100
Bier aus der Privatbrauerei Schwelm wird es auch über den 30. November hinaus zu kaufen geben. Das bestätigte der Herdecker Rechtsanwalt Manfred Gottschalk auf Nachfrage unserer Zeitung.
Als vorläufiger Insolvenzverwalter wird Gottschalk die Geschäfte des Traditionsbetriebs mit der bisherigen Stammmannschaft erste einmal fortführen.
„Der Betrieb läuft weiter, das Geschäft hat sich sehr gut entwickelt. Es läuft sogar besser als früher”, zeigt sich Gottschalk optimistisch. Es gebe mehrere Interessenten für die Brauerei. Mit zwei möglichen Investoren stehe er im engen Kontakt. Gottschalk: „Ich verhandele nur mit Interessenten, die vorhaben, vor Ort weiter zu brauen.”
Jetzt geht alles seinen ganz normalen Weg. Das reguläre Insolvenzverfahren wird nach Aussage des Rechtsanwalts wahrscheinlich zum 1. Dezember eröffnet. Die Buchführung (mit Warenwirtschaftssystem) wird ebenfalls zum Monatsersten wieder von Görlitz nach Schwelm verlegt. „Auch unter Vollkostenkalkulation liegen wir über der schwarzen Null”, sagt der vom Insolvenzgericht Hagen bestellte Verwalter.
Auch die Qualitätsprobleme des Produkts sind mittlerweile behoben. „Das Bier ist lecker”, so Manfred Gottschalk. Es sei sich sicher, dass am Ende des Insolvenzverfahren eine sanierte Brauerei stehe. „Das Pferd war gar nicht tot, es hat nur gelahmt und wird bals wieder gallopieren.” Als „absoluten Blödsinn” bezeichnet der Rechtsanwalt das Gerücht, nachdem die Brauerei zum 31. Dezember geschlossen werde.
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