Rollentausch bei Bürger für Schwelm
20.06.2007 | 09:12 Uhr 2007-06-20T09:12:45+0200Schwelm. (ger) Stuhlwechsel bei den Bürgern für Schwelm (BfS): Dr. Christian Bockelmann trat als Vorsitzender zurück und ist neuer Beisitzer. An der Spitze des Parteivorstands steht nun der vorige Beisitzer Andreas Hallmann.
Das ist ein Ergebnis der Jahreshauptversammlung im Christian-Ehlhardt-Haus, bei der die Bürger für Schwelm auch über die politische Gesamtsituation in der Kreisstadt sprachen. Zwei Themen sollen verstärkt in den Mittelpunkt der BfS-Bemühungen rücken: die bedenkenswerte Haushaltslage und die demographische Entwicklung. Für die nächste Kommunalwahl wird zudem ein weiterer Sitz (bislang vier) im Schwelmer Rat angepeilt.
Vielleicht könnte diesen dann der neue Vorsitzende ausfüllen. Den 43-jährigen Andreas Hallmann, gebürtig aus Bonn, hat es beruflich über Dortmund nach Schwelm verschlagen. "Ich werde mich bemühen, die Arbeit meines Vorgängers bestmöglich fortzusetzen", sagt der Diplom-Informatiker und dreifache Vater. Gemeinsam mit dem weiter amtierenden Vorstand will er sich "massiv dafür einsetzen, dass Schwelm finanziell wieder auf die Beine kommt. Die Verwaltungsreform ist die einzige Chance, dass wir uns hier berappeln können."
Vorgänger Dr. Christian Bockelmann, nach Astrid Maurer der zweite BfS-Vorsitzende, möchte sich nach fünf Jahren an der Spitze aus privaten Gründen politisch etwas zurücknehmen. "Es war eine aufregende und arbeitsreiche Zeit, allein wenn ich an den Wahkampf 2004 zurückdenke", sagt der (im Herbst) werdende Vater, der von 10 bis 15 Neueintritten pro Jahr berichtet. Derzeit gibt es 60 Parteimitglieder, Tendenz steigend.
"Wir fühlen uns gut aufgestellt und bleiben hoffentlich eine dynamische Gruppe", meint Fraktionsvorsitzender Ernst Walter Siepmann im Jahr des zehnjährigen Bestehens der BfS. Bevor im Dezember auf das Jubiläum angestoßen wird, steht im August noch das Seifenkistenrennen an. Die kurzzeitige Überlegung, mit der Schwelmer Wählergemeinschaft (SWG) über eine Fusion zu sprechen, haben die BfS-Verantwortlichen unterdessen "wegen unterschiedlicher politischer Auffassungen" schnell wieder verworfen.
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