Personalloch – Schwelm lässt keine Autos zu
03.07.2012 | 18:56 Uhr 2012-07-03T18:56:00+0200
Schwelm. Wer heute sein Auto beim Straßenverkehrsamt anmelden möchte, der wird enttäuscht. Anmeldungen sind nicht möglich. Das war gestern nicht anders. Da waren nach Angaben des Pressesprechers Ingo Niemann zehn der insgesamt 18 Mitarbeiter aus Krankheitsgründen „plötzlich ausgefallen“. Deswegen seien derzeit lediglich Abmeldungen von Fahrzeugen sowie die Beantragung von Kurzzeitkennzeichen und die Aufnahme von Adressänderungen möglich, so Niemann.
Bürger, die ein Fahrzeug anmelden wollen, müssen dafür zur Zulassungsstelle nach Witten fahren. Dort betrug die Wartezeit gestern auf Grund des erhöhten Ansturms 70 Minuten. Trotz anstehender Sommerferien, rät das Straßenverkehrsamt, Fahrzeuge erst in der nächsten Woche anzumelden. Wie lang die Wartezeiten dann sein werden, sei abhängig von dem Verhalten der Bürger, sagt Ingo Niemann.
Ob sich der Betrieb bis zum Wochenende normalisiere, könne noch nicht gesagt werden. Der Pressesprecher räumte ein, dass die Behörde personell nur dünn besetzt sei. Bereits im Dezember war es zu einer ähnlichen Situation in der Führerscheinstelle gekommen. Damals fielen ebenfalls Mitarbeiter aus Krankheitsgründen aus. Die Wartezeit für einen Führerschein verlängerte sich von drei auf 14 Wochen.
07:39
Das im öffentlichen Dienst in vielen Bereichen die Mitarbeiter nur noch als "Arbeitsmaschinen" betrachtet werden, ist ein Phänomen, welches sich in den letzten Jahren schleichend entwickelt hat. Es ist mittlerfweile schon 5 nach 12 und die Beteiligten, insbesondere Politik und Verwaltung sollten endlich ihre Pflicht erkennen und festlegen, welche Rolle und welche Aufgaben in den jeweiligen Stadtverwaltungen langfristig wahrgenommen werden sollen. Stehen diese fest, kann über Qulität und Leistung beraten werden. All dieses trägt jedoch n ur dann zum Erfolg bei, wenn die sogenannten Führungskräfte nicht nur aus altgedienten Parteigängern bestehen, sondern auch tatsächlich Führungsverhalten und Motivation der Mitarbeiter in ihr Amt mitbringen.
19:19
Mehr als die Hälfte der Truppe meldet sich spontan krank? Und das mehrfach? Da sollten eigentlich in der Behörde alle Alarmglocken losgehen! Deutlicher kann man ja wohl im öffentlichen Dienst nicht darauf hinweisen, dass in diesem Bereich etwas mehr als oberfaul ist.