Neujahrs-Führung in die Frühgeschichte
08.01.2008 | 18:41 Uhr 2008-01-08T18:41:55+0100Schwelm. (ChM) Eine kleine Reise in die Vergangenheit des Ruhrgebietes: Geschichtlich detailliert und kritisch brachte die erste Museumführung im neuen Jahr Interessenten die historische Region um Schwelm ein wenig näher.
Die Sektgläser zweier nicht-adeliger Hausbesitzer, Steinwerkzeuge aus einer Zeit 6000 Jahre vor Christus oder zu ihrer Zeit als heilig angesehene, per Hand geschnitzte Skulpturen.
Was das Haus Martfeld alles an historischen Schätzen zu bieten hat, ist natürlich nicht in einer Stunde zu entdecken. Aber die Neujahrs-Führung, die Museumsleiterin Cornelia Hackler für ihre Besuchern veranstaltete, war eben auf diese Zeit beschränkt.
"Das war nur ein kleiner Einblick in die Besitztümer des Hauses, den ich unseren Gästen bieten konnte", so Cornelia Hackler. Was selbstverständlich nicht der letzte "Einblick" in dem gerade begonnenen Jahr gewesen sein soll: "Sonntagsführungen dieser Art sind jeweils um 11.30 Uhr zum Anfang eines Quartals geplant", informierte die Museumsleiterin.
Wobei jede Tour durch das "Schloss" mit einem anderen Schwerpunkt über die lokale Geschichte informieren soll.
Die interessierten Zuhörer erfuhren im jüngsten Vortrag Details über die Alt- und Jungsteinzeit, die römische Zeit, sowie die wachsende Bedeutung von Geld. "Alles in allem Einblicke in die frühe Kultur der hier lebenden Menschen", so Cornelia Hackler.
Projekt durch Zufall entdeckt
An der in diesem Jahr ersten Führung durch das Museum nahmen 13 Freunde der regionalen Geschichte teil, darunter Angelika Rennecke.
In der Zeitung hatte die Schwelmerin von den regelmäßigen Führungen gelesen: "Zum ersten Mal habe ich letztes Jahr teilgenommen und bin seitdem immer wieder gern dabei!" Auch ihr Lebensgefährte Lars Cleff ist begeistert: "Ich finde es großartig, dass wir über die Geschichte Schwelms so detailreich informiert werden." Leider, so Lars Cleff weiter, würden junge Bewohner der Stadt das Angebot nur selten wahrnehmen.
Zufriedenstellend trotz 'Nachwuchssorgen' war die Teilnehmerzahl für die bestens vorbereitete und informierte Cornelia Hackler trotzdem - wenn auch sie sich ein "im Alter gemischteres Publikum" wünschen würde.
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