Neubau könnte 2015 fertig sein
09.02.2012 | 16:33 Uhr 2012-02-09T16:33:00+0100
Schwelm.Ein weiterer Schritt hin zur Entscheidung darüber, ob es einen Rathausneubau in Schwelm geben wird oder nicht, ist gemacht. Die Kostenrechner im NRW-Finanzministerium haben eine Zwischenbilanz der Wirtschaftlichkeitsberechnung der städtischen Gebäude in Schwelm über eine Dauer von 25 Jahren vorgelegt. Aus der geht hervor, dass sich ein neues Rathaus rechnen wird.
Bürgermeister Jochen Stobbe hat am Montag den Ältestenrat über den Stand des Gutachtens informiert. Die Fachleute haben drei Annahmen durchgespielt: Alles so belassen wie bisher und „nur“ z.B. in den Brandschutz und den Erhalt investieren; Sanierung der Verwaltungsgebäude; ein Rathausneubau. „Selbst die 0-Variante kostet einige Millionen“, sagte Jochen Stobbe im Gespräch mit unserer Zeitung. Darüber hinaus hätten die Gutachter festgestellt, so der Bürgermeister, dass die Gebäudesubstanz schlechter als bisher angenommen sei. Kostenmäßig wurde sich die Sanierungsvariante nur geringfügig von der Neubauvariante unterscheiden.
Genaue Zahlen wollte Jochen Stobbe nicht nennen: „Es gibt natürlich Vergleichswerte, wir haben uns aber entschieden, nicht mit Zahlen in der Öffentlichkeit zu jonglieren.“ Mit den Gutachtern des Finanzministeriums stimmt er aber überein, dass ein Neubau auf Dauer nachhaltiger sei.
Für den Bürgermeister ist das weitere Vorgehen klar: „Ich denke, dass in diesem Jahr die Grundsatzentscheidung getroffen werden muss, ob ein neues Rathaus gebaut wird oder nicht.“ Für einer Sondersitzung des Liegenschaftsausschusses voraussichtlich am 23. Februar kündigt er eine entsprechende Vorlage für die Politik an. Votiert eine Ratsmehrheit für den Neubau, rechnet Stobbe mit einer zweijährigen Bauzeit. „Das Jahr 2015 wäre ein möglicher Umzugstermin“, so Jochen Stobbe. Finanziert werden könnte das sicherlich zweistellige Millionenprojekt entweder durch Kredite und den Verkauf stadteigener Immobilien oder durch öffentliche und/oder private Gelder, sogenannte PPP- und ÖPP-Modelle.
Und der Standort eines möglichen Rathausneubaus scheint auch schon vorgegeben. Noch einmal Jochen Stobbe: „Gefühlt ist es die Schillerstraße. Das Gutachten sagt Schillerstraße. Die Schillerstraße liegt zentral. Alles spricht für die Schillerstraße.“ Damit knüpft der jetzige Verwaltungschef an die Ideen an, die einst Stadtdirektor Jürgen Kulow als einer seiner Vorgänger ins Rennen geschickt hat. 1988/1989 gab es schon einmal einen Architektenwettbewerb zum Thema Rathausneubau. Die Schillerstraße war schon damals der Wunschstandort. „Ich habe mit Jürgen Kulow telefoniert. Die Unterlagen sind noch da. Nur die Modelle sind nicht mehr auffindbar“, sagt Bürgermeister Jochen Stobbe.
22:45
Genau:Bloß keine Zahlen in die Öffentlichkeit,es könnte ja jemand auf die Idee kommen,mitzurechnen und selbst zu denken,für den Gedanken und die Zeitrechnung bis zur nächsten Kommunalwahl reicht es allerdings auch so."Gefühlt" ist es die Schillerstraße-geht es noch?
18:20
"PPP ist eine besondere Form der Privatisierung, das geben ihre Lobbyisten gelegentlich offen zu. Sie kleidet sich in den Schafspelz der "Partnerschaft" und verspricht eine Rückgabe des öffentlichen Eigentums nach fünfzehn bis dreißig Jahren. Sie überantwortet jedoch die öffentlichen Institutionen in gleicher Weise dem privaten Gewinnstreben und entzieht sie der demokratischen Kontrolle. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die PPP-Projekte in der Regel für die öffentliche Hand erheblich teurer werden als eine Eigeninvestition. Im Effekt werden also mögliche Gewinne aus der öffentlichen Hand in die privaten Taschen umgeleitet. PPP-Projekte sind eine Privatisierung besonders übler Art. "
Quelle: attac (http://www.ppp-irrweg.de/ag-privatisierung/start-ppp-irrweg/was-ist-ppp/?L=2)
ohne konkrete Zahlen und mehr transparenz, glaub ich den Leuten aus dem Rathaus garnichts mehr!!!