Närrinnen lachten Tranen über Mode
12.02.2010 | 18:38 Uhr 2010-02-12T18:38:00+0100Schwelm. Die kfd-Frauen der Propsteigemeinde St. Marien luden zur Weiberfastnacht ein. Eine bunte Närrinnenschar füllte den Saal des Kolpinghauses. Angelika Meisner, die langjährige Sitzungspräsidentin, begrüßte alle mit launigen Versen.
Dann ging es Schlag auf Schlag weiter. Manni (Brigitte Friedemann) schrieb seiner Frau einen Liebesbrief und beschrieb sein Leben während ihres Urlaubs. Sie wäre gut beraten, gar nicht zurückzukommen!
Die Judith-Gruppe legte atemberaubende Tänze aufs Parkett und riss alle Närrinnen zum Mitmachen mit.
Trauer um Verlust der Dauerfußballkarte
Gabriele Tempel und Regina Falkenroth führten ins 19. Jahrhundert und zeigten, wie romantisch und schüchtern zarte Annäherungsversuche stattfanden.
Sonja Grüner und Elisabeth Flötotto übersetzten parallel in die heutige Zeit: „Eine geile Anmache!”. Gekonnt führte eine Maklerin (Ursula Lüdorff) vor, mit welchen sprachlichen Raffinessen aus der Bruchbude einer Kundin (Birgit Leitholt) eine begehrenswerte Prachtvilla wird.
Manuela Nähle und Alla Ortmann brillierten durch Gestik und Mimik in einem fast stummen Männergespräch: „Sie war weg!” Ein verlassener Mann? Aber nein, man trauerte um den Verlust der Dauerfußballkarte! Als Überraschungsgäste traten spontan Rebecca Schüngel, Alina Schneider und Theresa Bruchmann (Kolpingjugend) mit einer gekonnten Tanzeinlage auf. Sie wurden frenetisch gefeiert.
Die Närrinnen lachten Tränen über die preiswerte Modenschau. Ein Kleidungsstück - acht Möglichkeiten! Mütze, Schultertuch, Nierenwärmer, Serviette, Bolero, Servierschürze, Hose, Handtasche, alles perfekt vorgeführt von der Katharina-Gruppe. Der modische Geheimtipp: Eine lange Männerunterhose. Die Dom-Apotheke St. Marien (Judithgruppe), unter der Leitung der Apothekerin Gabriele Kapelke, ist die Lösung des Gesundheitskostenproblems. Hat die Kirche doch für alle Leiden eine kostenlose Lösung.
Zum Schluss ließ uns ein Wikingerstamm an seiner Dorfsitzung teilnehmen. Stammesfürst Janou der Schreckliche (Propst Janousek) und seine Untertanen brauchten dringend Geld für die Dorfkasse. Große Überfallpläne, großes Palaver, aber Wickie der kleine Schlaukopf (Kaplan Quint) hatte natürlich die Lösung! Hinter den Dorfeinwohnern verbargen sich die Hauptamtlichen der Gemeinde.
Es war ein tolles Programm, aus den eigenen Reihen gestaltet. Die strapazierten Lachmuskeln erholten sich beim Schunkeln, Singen und Tanzen. Begleitet wurden die Närrinnen von Reinhold Petrikat.
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