„Mut tut gut“ ein Erfolgsmodell
14.02.2012 | 18:17 Uhr 2012-02-14T18:17:00+0100
Schwelm.Der Kinderschutzbund hat sich in diesem Jahr besonders viel vorgenommen. Haben in den letzten fünf Jahren gut 1700 Mädchen und Jungen vom Kindergartenalter an bis zur weiterführenden Schule an „Mut tut gut“ teilgenommen, so sollen es in diesem Jahr allein fast 1000 Kinder zusätzlich sein.
Teil eines Netzwerks
Das Projekt „Mut tut gut“ soll Kinder und Jugendliche befähigen, sich vor gefährlichen Einflüssen zu schützen und gleichzeitig eigenverantwortlich zu handeln. Zielsetzung dieser dem Jugendschutz zuzuordnenden Maßnahme ist es, durch präventive Aktionen in Kindergärten und Schulen frühzeitig eine Gefährdung von Kindern und Jugendlichen zu verringern. „Ohne Eltern läuft hier gar nichts“, sagt Gabriele Gündel vom Kinderschutzbund. „Wir sehen uns als Partner, der Hilfestellung in Fragen der Erziehung leistet.“ Damit soll verhindert werden, das erst etwas Schlimmes passiert.
Seit Durchführung des ersten „Mut tut gut“-Projektes in der Katholischen Grundschule Südstraße vor fünf Jahren ist in Schwelm viel passiert. „Es ist ein richtig gutes Netzwerk entstanden“, lobt Dipl.-Sozialpädagogin Andrea Schiffarth. Als Fachfrau sitzt sie von Anfang an mit im Boot. „Mut tut gut“ steht im Kontext mit weiteren Projekten: Seit einem Jahr gibt es an allen fünf Schwelmer Grundschulen das Angebot einer Schülersprechstunde; es werden Elterncafés angeboten; es gibt ein Kursangebot, Elternkurse und -beratung und Lehrerfortbildungen; die Schul- und Lernhilfe ist seit Jahren ein Erfolgsmodell.
Doch diese Erfolgsmodelle kann der Kinderschutzbund nicht alleine stemmen. Er ist auf finanzielle Förderer angewiesen. „Unser Angebot ist zu 98 Prozent spendenfinanziert“, sagt Gabriele Gündel und versichert: „Das Geld geht 1:1 in die Projekte.“
Einer dieser Förderer ist schon seit Jahren Dirk Henning. Der Schwelmer Unternehmer, dessen Firma an der Loher Straße zu Hause ist, hat vor gut vier Jahren sein „Kinderprojekt Schwelm“ gegründet. „Ich wollte etwas für Schwelmer Kinder tun.“ Seitdem geht Dirk Henning mit der Spendenbüchse herum.
Über 20 000 Euro konnte er seitdem einsammeln, ein Großteil der Mittel ist dem Kinderschutzbund zugeflossen. „Es muss nicht sein, dass Kinder ängstlich in die Schule gehen“, meint Dirk Henning und befürwortet ausdrücklich „Mut tut gut“. Für ihn ist es ein Thema, das jeden angehen sollte: „Auch die Eltern sollten ein Interesse daran haben, dass es auf den Schulhöfen friedlicher zugeht. Ihre Unterstützung für Mut tut gut dient allen Kindern.“
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