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Messungen nur an Gefahrenstellen

05.07.2007 | 01:54 Uhr

Südkreis. (WR) Mit Unverständnis reagiert die EN-Kreisverwaltung auf den Vorwurf, Kommunen würden Geschwindigkeitsüberwachungen als Einnahmequelle missbrauchen.

Dieser war in den letzten Tagen vom NRW-Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, sowie vom ADAC Nordrhein erhoben worden.

"Für den Ennepe-Ruhr-Kreis gilt: Unser Ziel ist es, die Straßen sicherer zu machen und die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren. Wir halten uns an die gesetzliche Vorgabe, dass Messungen nur an Gefahrenstellen erlaubt sind", stellt Michael Schäfer, Fachbereichsleiter für Ordnung und Straßenverkehr der Kreisverwaltung, klar.

"Gerade im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung arbeiten die Kreisverwaltung und die Kreispolizeibehörde sehr eng zusammen", bekräftigt Polizeidirektor Klaus Noske.

Praxis in letzten Jahren bewährt

Schäfer und Noske betonen, dass sich diese Praxis in den letzten Jahren bewährt habe. Es sei auch dem abgestimmten und abgesprochenen Vorgehen von Kreisverwaltung und Kreispolizeibehörde zu verdanken, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis in Nordrhein-Westfalen zu den Regionen gehöre, in denen die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden, im Landesvergleich sehr gering sei.

"Die Entscheidungen, wo im Ennepe-Ruhr-Kreis Geschwindigkeitsüberwachungen eingerichtet werden, sind in der Vergangenheit stets einvernehmlich getroffen worden", so Noske.

Momentan sind im Ennepe-Ruhr-Kreis elf Starenkästen im Einsatz. Sie werden im Rotationsprinzip mit drei Überwachungskameras bestückt.

"Kein Standort ist eine Entscheidung für die Ewigkeit", macht Schäfer deutlich. Gehen die Unfallzahlen zurück, wird der Starenkasten ab- und an anderer Stelle wieder aufgebaut. Jüngstes Beispiel dafür: Die Messstelle Winterberger Straße an der B483 in Schwelm.

Dieser Kasten steht jetzt in Schwelm an der Wupperstraße vor der Einmündung Beyenburger Straße.

"Die pauschale Schätzung des Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft, dass bis zu 10 Prozent der Anlagen an Orten stehen, die mit Blick auf die Verkehrssicherheit unproblematisch sind, kann ich nicht nachvollziehen. Gleichzeitig lade ich Rainer Wendt und den ADAC gerne ein, uns die Anlagen zu benennen, die aus ihrer Sicht im Ennepe-Ruhr-Kreis nicht der Verkehrssicherheit dienen", so Schäfer.

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