Mehr Arbeitsplätze im EN-Kreis
01.02.2012 | 17:42 Uhr 2012-02-01T17:42:00+0100
Witten.Der Arbeitsmarkt im EN-Kreis hat sich 2011 sehr positiv entwickelt und wird voraussichtlich auch in diesem Jahr stabil bleiben.
Gute Botschaften werden gern gehört. „Eine faszinierend gute Entwicklung“ habe der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr genommen. Und, was angesichts der weltpolitisch eher düsteren Verkündigungen noch mehr verwundert, auch im neuen Jahr werden die Arbeitslosenzahlen sinken, wenn es kein Störfeuer von der Weltwirtschaft gibt.
Da sind sich Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, und Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters des EN--Kreises, einig. Zum ersten Mal wollten die beiden Institutionen die Entwicklungen im vergangenen Jahr gemeinsam analysieren, betonte Landrat Dr. Arnim Brux bei dem Pressetermin in Schwelm.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei innerhalb von zwölf Monaten von 93 978 auf 96 264 gestiegen. Am Silvestertag wurden zwar 11 664 arbeitslose Frauen und Männer gezählt, das waren aber 1576 weniger als noch zu Jahresbeginn. Nachgerechnet ist das ein Rückgang der Arbeitslosenzahl um 11,1 Prozent. Landesweit ging die Zahl in NRW dagegen nur um 6,5 Prozent und im Ruhrgebiet insgesamt um 3,3 Prozent zurück. Damit liegt der Ennepe-Ruhr-Kreis weit über dem Landesdurchschnitt.
Der EN-Kreis hält – im positiven Sinne – jedem Vergleich auf dem Arbeitsmarkt stand. Die Agentur für Arbeit suchte im Jahresdurchschnitt 2011 für 3664 Menschen, die im Kreis wohnen, einen neuen Job. Das bedeutet einen Rückgang um immerhin 19,6 Prozent.
Die Jobcenter, die die Langzeitarbeitslosen, also Hartz-IV-Empfänger vertreten, hatten durchschnittlich 8717 Männer und Frauen in ihren Karteien – 6,9 Prozent weniger als 2010. „Wer länger als ein Jahr arbeitslos ist, der kann eben viel schwerer vermittelt werden“, analysierte Brux. Und auch ältere Menschen, die ihren Job verlieren, haben es nicht leicht. Die Zahl der 55- bis 65-jährigen Arbeitslosen sank im vergangenen Jahr nur leicht um zwei Prozent, die der 15- bis 25-Jährigen dagegen um 17,9 Prozent.
Als Jobmaschine mit nicht immer kalkulierbaren Risiken für die Arbeitnehmer erwies sich auch im Ennepe-Ruhr-Kreis die Zeitarbeit. Für viele ein erster Weg zurück in den Beruf, gibt es hier immer wieder auch schwarze Schafe, die lediglich die arbeitgeberfreundlichen Aspekte nutzen. In dieser Branche wurden insgesamt 2554 neue Stellen angeboten, eine Steigerung um 21 Prozent. Dagegen nehmen sich die direkten 788 Stellenangebote des Handels oder die 778 des verarbeitenden Gewerbes eher bescheiden aus.
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