Magier und Jägermeister auf der Couch
01.11.2010 | 18:04 Uhr 2010-11-01T18:04:00+0100
Schwelm.Sollte jemand geglaubt haben, dass niemand schneller sprechen könne als Plausch-Profi Jürgen „Scheuge“ Scheugenpflug, so wurde er am Sonntag im Ibach-Haus eines Besseren belehrt. Erasmus Stein war einfach noch flotter – und das nicht nur mit dem Mund.
Magier und Schnellsprecher Stein verblüffte das Publikum bei der zweiten Staffel von Pils & Plausch mit seiner Fingerfertigkeit als Zauberkünstler ebenso wie mit seiner kessen und schnellen Art zu reden. Und als er sich nach den Fesselkünsten von Publikumsassistentin Ulrike aus der Zwangsjacke gequält und dann eine zuvor verdeckt ausgewählte Spielkarte „ausgespuckt“ hatte, sah der beredte Stein dann doch eher ein sprachloses (aber beifallfreudiges) Publikum vor sich.
Absolut nicht sprachlos war Couchgast Karl Heinz Reinke. Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft erwies sich als „schussfest“ für die kritischen Pfeilspitzen, die Gastgeber Jürgen Scheugenpflug mit seinen Fragen abschoss. Ganz gleich, ob die aktuelle Situation mit den Schwarzwildproblemen oder dem Aufgabenkanon der Jäger, der eben auch Hege -- und nicht etwa Schießwut – betrifft: Karl Heinz Reinke blieb keine Antwort schuldig. Im Gegenteil. Der Plausch mit Reinke war überaus informativ und unterhaltend. Als Dankeschön für die Einladung stieß er noch gekonnt unter dem Beifall des Publikums ins Jagdhorn, nachdem er von Scheugenpflug zu einem „Jägermeister“ eingeladen worden war.
Gleichsam als Mann des Wortes – er konnte zudem auf Wuppertalerisch das Wort Eierschneider (Aioschneido) gut überbringen – erwies sich David J. Becher. Als Gerlinde Buschermöhle sorgte er für rheinische Akzente aus der bergischen Metropole. Er hatte weitere Stärken fraglos im Plausch auf der Couch (Scheugenpflug: „Wer interviewt hier eigentlich wen?“) und beim pantomimisch hochklassigen Einsatz in Sachen „Entspannung“, bei dem die innere Einkehr an einer doch eher ungewöhnlichen Stelle landete.
Rheinisch-westfälisch
Warum beispielsweise Beiträge aus den Partnerstädten derzeit den Lesestoff unserer Zeitung bereichern, erläuterte Redaktionsleiter Bernd Oesterling im Gespräch mit Scheugenpflug. Ein wenig Lokalkolorit in Sachen Berichterstattung und die Besonderheiten der rheinisch-westfälischen Grenzsituation zwischen Schwelm und Wuppertal erörterten Rheinländer Scheugenpflug und Westfale Oesterling augenzwinkernd.
Mit Augenzwinkern – mal heiter, mal nachdenklich – sorgten Ulrich Rasch (Klavier) und Jürgen Scheugenpflug für angenehme Stimmung im Ibach-Haus, das ein wohliges und stimmiges Ambiente für Pils & Plausch schafft.
17:51
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12:24
Magier und? Na was?
Gerade wollte ich der Schwelmer Lokalredaktion empfehlen, ihre Beiträge ausschließlich von Praktikanten zusammenstoppeln zu lassen. Die sind wenigstens in der Lage, so eine echte Herausforderung wie eine einzeilige Überschrift richtig zu schreiben. Da fällt mein Blick auf die flammneue Foto-Strecke: Jägermeister und Magier auf rote Couch.
Ok. Überredet. Vermutlich sind alle durch den gleichen Crashcurs geschubst worden. Als Leser sollte man einfach von überkommenen Anforderungen wie Rechtschreibung und Journalismus Abschied nehmen.
18:37
Beiträge aus den Partnerstädten bereichern derzeit den Lesestoff? Das erklärt also, warum oben weitere Beiträge aus Schwelm steht und von den folgenden 5 Themen 4 Artikel in Ennepetal, Gevelsberg oder Hagen beheimatet sind. Also ein klares Bekenntnis zur imaginären Grenze zwischen Schwelm und Wuppertal. Vielen Dank. Dieses Lokalkolorit musste wirklich mal erläutert werden!