"Leselust statt Lesefrust" motiviert viele Kinder
16.02.2010 | 17:57 Uhr 2010-02-16T17:57:00+0100
Schwelm. Büchereien sind in allen Kommunen ein unverzichtbarer Eckpfeiler für Bildung und kulturelles Leben.
Das gilt auch für die Stadtbücherei Schwelm unter der Leitung von Kornelia Wilberg.
Neben den „klassischen” Leistungen einer modern ausgestatteten Bibliothek mit benutzerfreundlichem Online-Verfahren und einem Leihservice im Verbund, einer umfangreichen und vielseitigen Angebot unterschiedlichster Medien, ist die Stadtbücherei Schwelm zudem ein wichtiger Veranstaltungsort und Ausgangspunkt für kulturelle Aktivitäten und Initiativen.
Gestützt wird dies auch durch das Engagement des Fördervereins Stadtbücherei Schwelm.
Der Begriff „Ehrenamt” für die Tätigkeit seiner Mitglieder ist auch hier eher ein zu rostiger Ausdruck für eine große Menge an investierter Arbeit und Zeit, um zahlreiche Projekte und Veranstaltungen realisieren zu können.
Ein weiteres, hoch zu schätzendes Aufgabenfeld der Stadtbücherei besteht in ihrer Unterstützungsleistung für die schulische Bildung und insbesondere für die Leseförderung jüngerer Kinder. Dies betrifft nicht nur die Angebote, die sich auf die direkte Nachfrage von Eltern und Kindern nach Arbeits- und Übungsmaterialien beziehen.
Die Stadtbücherei ist auch im Kontakt zu Schulen und anderen Einrichtungen aktiv, um notwendige Schritte zur Leseförderung und „Leselust” tatkräftig zu unterstützen.
Geeignete Materialien wichtige Starthilfe
So hat sie denjenigen Aktiven, die seit Beginn des Schuljahres das gemeinsame Projekt „Leselust statt Lesefrust” des Kinderschutzbundes und des „Initiativkreises Bürgerstiftung Lebendiges Schwelm” in der DKSB-Schul- und Lernhilfe des Kinderschutzbundes betreiben, durch Bereitstellung geeigneter Materialien und Lektüren eine wichtige Starthilfe gegeben.
„Das wichtigste Material zur Leseförderung, das ich in der Stadtbücherei bei Frau Wilberg vorgefunden habe, ist ein großer, blauer Karton mit Arbeitsblättern und Anregungen für die Arbeit mit Kindern im Grundschulalter, die bereits eine große Abneigung gegenüber dem Lesen entwickelt haben, weil sie es nicht richtig können”, sagt Christine Beckmann, die zusammen mit zahlreichen ehrenamtlich tätigen das „Leselust statt Lesefrust”-Projekt betreibt.
Die Arbeit mit den Kindern sei zwar oft mühsam, aber lohnend. Viele Kinder die oft aus schwierigen häuslichen Verhältnissen kämen, verspürten durch die Zuwendung einen „Rückenwind”, der ihnen als Motivation so oft fehle, sagt Christine Beckmann: „Die Mädchen und Jungen kommen zu Fortschritten, die zwar zunächst manchmal klein sind, aber alle Beteiligten freuen und zum Weitermachen ermutigen'.”
„Über weitere Männer, die mit uns zusammen arbeiten möchten, freuen wir uns doppelt”, ergänzt C. Beckmann stellvertretend für ihre Mitstreiter, „denn vielen Jungen fehlt oft ein positives männliches Vorbild und gerade für Jungen ist das Lesen oft unattraktiv.”
0mitdiskutieren