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Jahreswechsel hält die Rettungskräfte im EN-Kreis in Atem

01.01.2016 | 21:00 Uhr
Jahreswechsel hält die Rettungskräfte im EN-Kreis in Atem
Katerstimmung am Neujahrsmorgen: Überall in den Städten lagen die Reste der Silvesternacht herum. Früher prägten rote Böller-Hülsen den Morgen danach. Heute sind es mehr und mehr die leergeschossenen Feuerwerksbatterien.Foto: Andreas Gruber

Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal.   Ereignisreiche Stunden lagen hinter den Einsatz- und Rettungskräften nach der Silvesternacht. Am meisten zu tun gab es in Schwelm. Hier der Überblick:

Auf den Rausch der Nacht folgte die Katerstimmung am Morgen. Während am Neujahrsvormittag die ersten ihre Bürgersteige von Böllerresten befreiten, schnauften Feuerwehr und Polizei erst einmal kräftig durch.

Schwelm

So ruhig wie nach Weihnachten verlief die Silvesternacht bei weitem nicht. Die Schwelmer Wehr musste mehrmals raus und erschwerend kam hinzu, dass sich die Einsätze zeitlich überschnitten. Los ging es kurz nach Mitternacht, um 0.22 Uhr. An der Hauptstraße im Kreuzungsbereich zur Berliner Straße brannte auf dem Parkplatz der Papiercontainer.

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Wie jedes Jahr an Silvester hatten die Einsatzkräfte auch jetzt alle Hände voll zu tun. In Datteln verletzte eine Böllerbatterie mehrere Menschen.

Kaum dort angekommen ging um 0.28 Uhr schon der nächste Alarm bei der Wache ein. Diesmal war es ein brennender Container im Bereich der Kaiserstraße, zu dem die Einsatzkräfte mit dem Tanklöschfahrzeug hingeschickt wurden.

Genau in dem Moment, als die Feuerwehr an der Hauptstraße mit dem Löschen des Papiercontainers begann, schrillte in der Wache erneut das Telefon. Um 0.30 Uhr meldete ein Nachbar einen Wohnungsbrand in der Möllenkotter Straße. Sofort rückten die Löschzüge Stadt und Winterberg aus. Auch das in der Hauptstraße eingesetzte Hilfeleistungslöschfahrzeug brach die Brandbekämpfung dort ab, da vom brennenden Container keinerlei Ausbreitungsgefahr ausging, und fuhr ebenfalls zur Möllenkotter Straße.

Dort angekommen erkundeten die Kräfte unter Leitung von Stadtbrandinspektor Markus Kosch sofort die vermeintliche Brandstelle und mussten dazu auch die Drehleiter in Stellung bringen. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass ein Heizpilz verantwortlich war „für den Alarm in guter Absicht“, wie die Feuerwehr später mitteilte. „In Kombination mit Feuerwerk und dem abziehenden Rauch von Silvesterraketen wurde eine Kulisse erzeugt, die einem Wohnungsbrand zum Verwechseln ähnelte“, hieß es in der Mitteilung.

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Nachdem fest stand, dass dort kein Einsatz erforderlich ist, wurde das Hilfeleistungslöschfahrzeug zurück zur Hauptstraße geschickt, um den noch brennenden Container mit einem Schnellangriff und 1500 l Wasser endgültig abzulöschen und die angrenzende Container zu bewässern.

Ein weiteres Hilfeleistungslöschfahrzeug wurde vom Möllenkotten aus in die Milsper Straße geschickt, wo ein Mülleimer brannte. Er konnte mit 10 Liter Wasser gelöscht werden. Gegen 1.10 Uhr waren die Einsätze beendet und die Fahrzeuge wurden auf der Feuerwache wieder einsatzbereit gemacht.

Doch damit war längst nicht Schluss für die Schwelmer Wehr. Um 1.16 Uhr ging der nächste Alarm ein. Diesmal brannte ein Container in der Märkischen Straße. Der Löschzug Stadt rückte erneut mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug aus und löschte den Brand innerhalb weniger Minuten. Der Einsatz konnte gegen 1.50 Uhr beendet werden.

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Die Feuerwehr Schwelm war in der Silvesternacht mit insgesamt sieben Fahrzeugen und bis zu 27 Einsatzkräften im Einsatz. Eingesetzt waren Freiwillige der Löschzüge Stadt und Winterberg, die hauptamtliche Wachbesatzung sowie der Einsatzführungsdienst. Zur Sicherstellung des Grundschutzes sowie zur Bearbeitung möglicher weiterer paralleler Einsätze wurde zudem der Löschzug Linderhausen alarmiert, der sein Gerätehaus besetzte. Weitere Kräfte des Löschzuges Stadt befanden sich an der Feuer- und Rettungswache in Bereitschaft. Die Einsätze konnten gegen 2 Uhr beendet werden. Erst jetzt konnten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu ihren Familien und Freunden zurückkehren, um auch noch ein wenig das neue Jahr zu feiern.

Gevelsberg

Für die Feuerwehr Gevelsberg verlief die Silvesternacht relativ ruhig. Zweimal mussten die Kräfte ausrücken. Bereits um 17.23 Uhr wurde ein Containerbrand an der Hagener Straße im Bereich der Talstraße gemeldet. Und womit das alte Jahr endete, begann das neue Jahr auch. Um 1.13 Uhr wurde der nächste Containerbrand gemeldet. Dieses Mal ging es zur Lindengrabenstraße, Ecke Oberbraker Weg. Beide Container wurden durch die drei Einsatzkräfte mit einem Schaum-Wasser-Gemisch gelöscht. Zusätzlich wurden vorsorglich die direkt daneben stehenden Container ebenfalls gewässert.

Ennepetal

Überschaubar verlief Silvester auch für die Einsatzkräfte in Ennepetal. Um 0.17 Uhr musste die Feuerwehr raus zu Thyssen-Krupp an der August-Bilstein-Straße. Die Brandmeldeanlage hatte Alarm ausgelöst. Vor Ort stellte es sich glücklicherweise als Fehlalarm aus unbekannter Ursache heraus. Eine halbe Stunde später konnten die Kräfte der Hauptwache und vom Löschzug 1 den Einsatz schon für beendet erklären. Um 1 Uhr musste die Feuerwehr dann noch einmal für 20 Minuten raus zur Schule Büttenberg, wo ein Mülleimer brannte.

Andreas Gruber

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