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„In Schwelm kannst du ...“

24.03.2011 | 16:45 Uhr
„In Schwelm kannst du ...“

Schwelm. Der Strom fürs Rad aus dem Kasten im Geschäft: In enger Zusammenarbeit tüftelten WGS (Werbegemeinschaft Schwelm), GSWS (Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Schwelm) und AVU das Projekt „Clever mobil in Schwelm“ aus und stellten es auf der Jahreshauptversammlung der WGS im Ibach-Haus vor.

Was dahinter steckt: „Clever mobil“ ist eine Kombination aus Schließfach und Ladestation für E-Fahrradfahrer. Die Kästen, groß genug für zwei Fahrradhelme und Akkus, sollen ihren Platz in Restaurants oder Geschäften finden. „Es ist ein Schritt dahin, mit dem, was wir in Schwelm haben, zu werben“, sagte Tilo Kramer von der GSWS. Frei nach Walter Fisch – tue Gutes und rede darüber – sollen weitere Projekte folgen und nach außen beworben werden – mit Aufklebern und Pressearbeit. So wäre auch ein Rückzugsort für Mütter, die ihre Kinder wickeln müssen, im Bereich des möglichen.

Den ersten Entwurf des Schließfachs für E-Fahrradfahrer fertigte Schreinermeisterin Katharina Lotz. Tilo Kramer erkennt in dem Projekt großes Werbepotenzial: „E-Fahrräder sind en vauge.“ Gefördert wird das Projekt durch die AVU. Die laufenden Stromkosten belaufen sich für einen solchen Ladekasten auf etwa 8 Euro monatlich. „Der Anschaffungspreis werde wohl bei 50 Euro pro Kasten liegen“, schätzte Kramer. „Das halte ich für angemessen.“

Und wer zuerst kommt, malt zuerst: „Wir haben 15 Kästen für Frühentschlossene“, er­klärte GSWS-Mitglied Tilo Kramer. „Pro Betrieb stellen wir jeweils eine dieser Ladestationen umsonst zur Verfügung.“ Trotz Schließfach – also recht sicherer Verwahrung der Stromanschlüsse – sieht Kramer von einer öffentlichen Installation ab. „Wir können keine öffentliche Steckdose zur Verfügung stellen, die Gefahr des Missbrauchs wäre zu groß.“

Die geplanten Projekte, die im Laufe des Frühjahrs konkretere Formen annehmen sollen, werden unter dem Arbeitstitel „In Schwelm kannst du ...“ zusammengefasst. „Ich hoffe auf große Resonanz aller Beteiligten, denn diese Projekte sind genau das Pfund, was Schwelm in die Waagschale werfen kann“, fand Tilo Kramer. Kleine Serviceleitungen sollen Schwelm konkurrenzfähig halten. Und Konkurrenz droht durch Ikea in Wuppertal. „Doch selbst, wenn Ikea nicht kommen wird, soll die Fläche in Wuppertal erschlossen werden“, berichtete Bürgermeister Jochen Stobbe. Zwischen Wuppertal und den Südkreisstädten bestehe aber nach wie vor ein reger Austausch, das Thema sei nicht vom Tisch.

Im Vorstand der WGS gab es auf der Jahreshauptversammlung kaum Veränderungen. Nach den Wahlen setzt sich dieser wie folgt zusammen: Daniela Weithe (1. Vorsitzende), Jürgen Ranft (2. Vorsitzender), Carsten Hagen (2. Vorsitzender), Ulrich Berming (Kassenwart/Geschäftsführer; Neuwahl), Heinrich Maas (1. Beisitzer).

DerWesten

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Kommentare
25.03.2011
08:22
„In Schwelm kannst du ...“
von Willibaldt | #2

1. Gibt es in Schwelm so unwahrscheinlich viele E-Fahrräder wie Eskimos. Mn trifft also auf Massen davon, neben den paar Postboten.
2. Möchte ich als E-RAdfahrer in kein Schließfach für E-Fahrradfahrer gesteckt werden. Das klingt eher beängstigend als reizvoll.
3. Kinderfreundlichkeit aus Konkurrenzgründen wirkt mehr als peinlich und keinesfalls überzeugend.

24.03.2011
23:22
„In Schwelm kannst du ...“
von kramponaut | #1

*seufz* Gibt es denn so überhaupt gar kein Nachschlagewerk UND keinen Internet- PC in der Redaktion? Oder ist es einfach nur Hybris, dass man diese IMMER und IMMER wieder nicht nutzt? Oder weiß man sie nicht zu nutzen?

Jedenfalls:

-en VOGUE.
-wer zuerst kommt, MAHLT zuerst.
Das sind jetzt nur zwei Pfunde, mit denen ich hier wuchern kann. Mehr habe ich jetzt nicht in die Waagschale zu werfen.

Ich will auch nicht nur klugscheißen! Es gibt ja so vieles, was ich NICHT weiß, und was auch in keinem Nachschlagewerk steht! Hier, z. B. folgende Frage: So gerne ich ja das Heilsversprechen von der kurz bevorstehenden Erlösung durch alternative Antriebstechnologien glauben möchte: Woher soll eigentlich der Strom kommen, zumal wenn wir gleichzeitig auf Atomkraft und andere schmutzige Stromquellen verzichten müssen? Und wo wir gerade beim Thema Ressourcenknappheit sind: Woraus machen wir die Akkus - Stichwort: Seltene Erden? Kennt die AVU/RWE da noch geheime Lagerstätten?

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