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Henning GmbH mit Rekordjahr

28.12.2010 | 18:26 Uhr
Henning GmbH mit Rekordjahr
Foto: Bernd Richter

Schwelm.Die Henning GmbH mit Sitz an der Loher Straße 4 wird das Geschäftsjahr 2010 mit einem Rekordergebnis abschließen. Das ermöglicht dem Schwelmer Unternehmen im neuen Jahr Investitionen in Höhe von 700 000 Euro, davon allein 400 000 Euro in neue Maschinen.

Betrieb ging vor
30 Jahren an den Start

Was haben das Olympiastadion in München und der Smart gemeinsam? Beide Dinge sind quasi ohne die Firma Henning aus Schwelm nicht mehr vorstellbar: die architektonische Meisterleistung in der bayerischen Landeshauptstadt, weil dort die Kräfte in den Drahtseilen durch Seillastsensoren des Schwelmer Unternehmens gemessen werden können; der Kleinwagen aus dem Hause Daimler, weil in dessen Halbautomatikgetriebe ein Kleinteil aus der Kreisstadt für Vortrieb sorgt.

Und dennoch ist die Henning GmbH in Schwelm eher ein Betrieb, der höchstens einem kleinen Kreis von Insidern ein Begriff sein dürfte. Selbst den Einkäufern des guten Sterns in Sindelfingen wird der Mittlerständler aus Schwelm unbekannt sein. Denn das im Smart verbaute Kleinteil bearbeitet die Henning GmbH in Lohnauftrag als Subunternehmern eines Sub eines Sub.

Damit befindet sich das Schwelmer Unternehmen, das im nächsten Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiern kann, in bester Gesellschaft. Unternehmensgründer und Geschäftsführer Dirk Henning hat sich im Laufe der Jahrzehnte, wie viele seiner Mittlerständler-Kollegen auch, eine kleine, aber feine Nische auf dem Weltmarkt erarbeitet.

Angefangen hat der Kaufmann Dirk Henning als Zwei-Mann-Betrieb, der im Lohnauftrag u.a. für Schlumberger und Gieselberg gearbeitet hat. Diese beiden Firmen gibt es längst nicht mehr in der Kreisstadt, dafür aber die Henning GmbH. Lohnarbeiten erledigt man immer noch, doch ca. 50 Prozent des Umsatzes werden heutzutage mit Aufzügen im weitesten Sinn gemacht.

Henning bewegt – Mensch und Material vertikal. Als Zulieferer für Aufzugs-Komponenten und Diagnosesysteme sind in vielen Aufzügen Dämpfer, Schliesser, Liftpuffer und Software sowie Beschleunigungs- und Seillastsensoren aus Schwelm eingebaut. Doch bei Henning wird nicht nur gefertigt, sondern auch Entwicklungsarbeit betrieben. Das Kompetenzzentrum sitzt in Braunschweig. Die Nähe zur Uni macht sich für die Schwelmer bezahlt. Dirk Henning: „Unsere Stärke ist, dass wir alles aus einer Hand anbieten können: von der Entwicklung zur Fertigung bis hin zu den Elektronikbauteilen und der Software.“

Der Markt für Aufzüge ist übersichtlich. 500 000 werden weltweit neu gebaut, 250 000 davon allein in China. Die Fachmesse Interlift in Augsburg ist deshalb für die Henning GmbH ein Pflichttermin. Das Schwelmer Symposium im Haus Friedrichsbad, vor acht Jahren von Dirk Henning ins Leben gerufen, hat sich mittlerweile etabliert und entwickelt sich zum Pflichttermin für die Branche.

2009 ein Krisenjahr

Aber das Erfolg und Scheitern eng beieinander liegen, haben die beiden Geschäftsführer der Henning GmbH, Dirk Henning und Philip Molineus, in der Weltwirtschaftskrise erleben müssen. „Das Jahr 2008 war bisher unser umsatzstärkstes Jahr. 2009 hat uns das Aufzugsgeschäft am Leben gehalten und 2010 werden wir die Zahlen von 2008 toppen“, so Dirk Henning. Unternehmer sind eben geborene Optimisten.

Bernd Richter

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Kommentare
29.12.2010
12:27
Henning GmbH mit Rekordjahr
von schwelmer 2 | #4

#2 Schwelmer 5
Nach maßloser Arroganz war nicht gefragt.

Erschreckend kann die Undurchsichtigketi des Systems sein, die der Bericht im übrigen bestätigt. Der Endproduzent weiß überhaupt nicht mehr, wer seine Einzelprodukte eigentlich wie und wo herstellt. Wenn das für Sie normaler zwischenmenschlicher Umgang ist, dann viel Glück. Aber bisher arbeiten im Berufsleben noch Menschen, für die eine angemessene Kommunikation sich in den meisten Fällen konstruktiv auswirkt.

29.12.2010
12:21
Henning GmbH mit Rekordjahr
von stichwortgeber | #3

@Schwelmer5:
Schade. Ihre Argumentation klang sachlich und verständlich. Wenn Sie sich den zweiten Absatz verkniffen hätten, könnte man Sie sogar ernst nehmen.

29.12.2010
12:05
Henning GmbH mit Rekordjahr
von Schwelmer5 | #2

Was ist denn da erschreckend? Es gibt tausend sinnvolle Gründe warum man etwas selbst fertigt oder von einer anderen Firma bezieht. Um etwas zu fertigen, benötigt man Wissen, Maschinen, Material, Arbeitskräfte etc. Wenn ein anderes Unternehmen die Vorraussetzung bereits hat, ist es besser das Teil dort fertig zu kaufen.
Da diese Zusammenhänge sehr komplex sein können, gibt es erfolgreiche und nicht erfolgreiche Unternehmer. Und wer sich überhaubt nicht damit auseinandersetzen will bzw. versteht, wird Arbeitnehmer.

29.12.2010
11:17
Henning GmbH mit Rekordjahr
von Schwelmer2 | #1

Sachlich und informativ berichtet. Erschreckend nur, dass es Sub-Sub-Sub-Subunternehmer geben muss in Deutschland. Ob das Wirtschafts-System so völlig perfekt ist ?

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