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Schwelm

Genossenschaft soll Brauerei retten

21.08.2011 | 20:00 Uhr
Genossenschaft soll Brauerei retten
Claus Kaiser sprach vor rund 200 Menschen auf dem Märkischen Platz.

Schwelm. Mit der Gründung einer Genossenschaft soll die die Schwelmer Brauerei gerettet werden. Diesen Plan stellten die Organisatoren der Demonstrationen gegen die Schließung des traditionsreichen Unternehmens bei der zweiten Kundgebung in der Schwelmer Innenstadt vor. Rund 200 Menschen demonstrierten am Samstag auf dem Märkischen Platz stimmgewaltig für den Erhalt der Brauerei.

Die Facebook-Gruppen-Gründerin Daniela Althaus formulierte gleich zu Beginn das neue Hauptaugenmerk der Demonstranten: „Eine Genossenschaftsbrauerei ist mein Ziel, mein Wunsch und mein Traum“, so Althaus. Sie verwies darauf, dass jeder, der ernsthaft am Kauf von Anteilen an dieser Genossenschaft interessiert sei, es der Gruppe mitteilen möge.

Anteile über 250,
500 und 100 Euro

Man beabsichtige, Anteile in Höhe von 250, 500 und 1000 Euro anzubieten, wobei mit einer solchen Absichtserklärung kein rechtsverbindlicher Vertrag zustande komme. Die Aktion diene ausschließlich dazu, abzuschätzen, wie ernsthaft das Interesse der Menschen in der Region und vielleicht auch darüber hinaus am Erhalt der Schwelmer Brautradition wirklich sei.

„Die Brauerei ist ein Stück Heimat und nicht nur ein Wirtschaftsunternehmen, sie darf nicht verschwinden“, bekräftigte Claus Kaiser, Organisator der Demonstration, das Anliegen der Gruppe. Für ihn sei es undenkbar, dass in diesem Jahr zum letzten Mal ein Schwelmer Heimatfest stattfinde, bei dem Schwelmer Bier ausgeschenkt werde. „Deshalb haben wir letzte Woche einen Verein für den Erhalt der Schwelmer Brautradition gegründet“, erläutert Kaiser. Dieser solle all denjenigen als Alternative dienen, die nicht auf Anhieb Geld zur Verfügung stellen möchten oder können, aber dennoch am Fortbestehen der Brauerei interessiert seien.

Auch die Unternehmensberaterin Yvonne Daniel bekräftigte, dass die Gründung einer Brauereigenossenschaft derzeit die einzige Möglichkeit sei, um das Traditionsunternehmen vor dem endgültigen Niedergang zu bewahren. Sie habe beim Insolvenzverwalter angefragt, ob er den Vorschlag einer Genossenschaftsgründung mittrage.

Kommenden Samstag Infostand geplant

„Ich hoffe ich bekomme dieses mal eine konkretere Antwort als es bei den letzten Malen der Fall war, als ich mit dem Insolvenzverwalter Kontakt aufgenommen habe“, erklärt Yvonne Daniel.

Es werde unverändert eine aktive Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Insolvenzverwalter angestrebt. „Wir haben über einen Anwalt einen Termin vereinbart um Unterlageneinsicht zu bekommen, was uns allerdings verweigert wurde“, so Daniel weiter. Ihr seien Leute bekannt, die ein konkretes Interesse signalisieren würden, in die Brauerei zu investieren.

Betriebsratsmitglied Andreas Schreiter sagte gegenüber unserer Zeitung, dass eine Kommunikation zwischen Insolvenzverwalter und Betriebsrat zu keiner Zeit wirklich vorhanden gewesen sei.

Als nächste Aktion planen die Bierfreunde am kommenden Samstag, sich mit einem Infostand zum Thema „Erhalt der Schwelmer Brauerei“ in der Fußgängerzone zu präsentieren.

Marc Vandieken

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Kommentare
24.08.2011
12:56
Genossenschaft soll Brauerei retten
von Kohlhaas | #9

@#7 von HSVUK

*lol* Also war und ist das keine Bürgerbewegung die hinter dem Schwelme Bad steht? Und Facebook wird alles richten.

Man merkt schon, dass Du irgendwie nicht von dieser Welt bist. Meine Güte, wie kaputt musst Du sein.

23.08.2011
08:23
Genossenschaft soll Brauerei retten
von Das-Oli | #8

So jetzt gehts ums Geld, nun bin ich ja mal gespannt wieviele Leute (im einzelnen, nicht als Grossinvestor mit mehreren Anleihen, wenn überhaupt) sich bereit erklären für ihre überalles geliebte Brauerei auch wirklich Bares Geld auf den Tisch zu legen bereit sind. Mindestens 250 Euro zu zahlen oder auf einen simplen Gefällt mir-Button zu klicken ist schon ein Unterschied

23.08.2011
08:06
Genossenschaft soll Brauerei retten
von HSVUK | #7

@ JoMack3: Es soll ja auch ein paar Leute geben, die geöegentlich am Wochenende arbeiten müssen, dazu kommt die Ferienzeit, mancheiner fährt auch mal ein paar Tage weg (OK, ob dies für alle 6.800 Facebooker gilt wage ich auch zu bezweifeln)


@Kohlhaas: Kann ja mal vorkommen, dass man nicht richtig zuhört, peinlich wird es erst, wenn man Dünnpfiff schreibt!!
Aber ich will nicht nur meckern, denn Deinen Gedanken zum Thema FREIBAD teile ich. Das MUSS gerettet werden. Also nicht rumsabbeln, sondern was tun. Meld Dich bei Facebook an und Gründe die Gruppe PLATSCH, ich bin dabei.


Und nun nicht weiter rum nörgeln, sondern aufstehen, anpacken und etwas für SCHWELM tun!!!

22.08.2011
19:12
Genossenschaft soll Brauerei retten
von Kohlhaas | #6

Nein, es waren genau 187 Menschen die für die Demo gezählt werden konnten. Die Besucher die die Hauptstrasse zum Einkaufen gingen galten nicht.

Das Schwelme Bad hat wohl was mit der Brauerei zu tun. Hier wie dort standen/stehen Bürger für etwas ein. Wenn dann das Ganze steht ist kein Bürger mehr zu sehen. Wenn Not am Mann ist, ist aber auch niemand mehr zu sehen. Das Schwelme Bad hat wegen der schlechten Witterung tiefrote Zahlen. Damals waren rund 6.000 Leute für das Schwelme Bad eingestanden. 10, Euro pro Bürger wären 60.000, Euro und die Leute könnten die Heizung bezahlen. Wo sind die Facebooker? Man könnte ja die Gruppe Plöpp durch die Gruppe Platsch erweitern.

22.08.2011
19:04
Genossenschaft soll Brauerei retten
von Kohlhaas | #5

Yep, alle die nicht zur Facebook Gruppe gehören, haben keine Ahnung oder sind nicht informiert.

Euerer Demo hat aber Bände gesprochen. Worum ging es eigentlich nochmals? Ach ja, ich weiß um die Erhöhung der Nutzer auf der Facebook Seite. Seid Ihr schon bei 10.000 User?

22.08.2011
12:29
Genossenschaft soll Brauerei retten
von burgerking1975 | #4

Es waren Samstag deutlich mehr Menschen als 200 dabei. Zur Frage warum weniger da waren(wenn es denn so war): Das mag viele Gründe haben, falscher Zeitpunkt, es hatten viele einfach andere Termine etc. Aus einem einzigen Termin Rückschlüsse zu ziehen ist gar nicht möglich. Weder für den ersten Termin, noch für den Zweiten. Rückhalt ist nach wie vor da.
Die Brauerei ist außerdem nicht mit dem Freibad vergleichbar. Das sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe. Aber um das zu verstehen, müsste man sich mal genauer mit allem auseinandersetzen. Also erst informieren, dann nachdenken und dann evtl. handeln.

22.08.2011
08:56
Genossenschaft soll Brauerei retten
von JoMack3 | #3

Sind ja schön fleißig die Facebooker. Beim Schwelmebad waren es auch mehrere tausend die sich für den Erhalt ausgesprochen haben. Wo sind die jetzt? Und 200 User von 7.000 oder mehr bei der Schwelmer-Gruppe? Tolle Leistung. Wieso waren es nur 200 am Samstag, also weniger als die Woche davor?

Schaun ´mer mal.

22.08.2011
08:42
Genossenschaft soll Brauerei retten
von JackHoffman | #2

Das Schwelmer Heimatfest ab 2012 mit Veltins oder Krombacher. Das wird sogar sicherlich für höhere Umsätze sorgen. Denn die Schwelmer Brauerei befindet sich nicht ohne Grund im Insolvenzverfahren. Es wurde einfach zu wenig Schwelmer Bier getrunken.

21.08.2011
23:55
Genossenschaft soll Brauerei retten
von Y.Daniel | #1

Leider ist ihnen in ihrem Artikel ein Fehler unterlaufen. Die Aussage: „Wir haben über einen Anwalt einen Termin vereinbart um Unterlageneinsicht zu bekommen, was uns allerdings verweigert wurde“, so Daniel weiter, stammt nicht von mir, sondern vom Betriebsratsvorsitzenden Andreas Schreiter. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht durch den Betriebsrat beauftragt.

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