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Firma Pass stärkt Standort Schwelm

25.11.2009 | 17:10 Uhr
Firma Pass stärkt Standort Schwelm

Die Firma Pass Gummiwerke GmbH & Co KG wächst in der Krise und stärkt den Standort Schwelm. In den nächsten drei Jahren wird jeweils ein einstelliger Millionenbetrag im Werk IV an der Berliner Straße investiert. Damit werden schon im nächsten Jahr elf zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Für Geschäftsführer Burkhard Pass ist die Wirtschaftskrise überwunden. Obwohl Pass als Zulieferbetrieb eng mit der Automobilbranche verbunden ist, hat das Schwelmer Unternehmen seine Hausaufgaben gemacht. „Wir haben hier ohne Kurzarbeit und Personalabbau die Krise überwunden, konnten sogar Marktanteile gewinnen.” Zu verdanken haben das die Schwelmer ihren innovativen Ideen. Burkhard Pass: „Wir machen hier nicht nur Teile, die auch Konkurrenten liefern können, sondern haben auf Eigenentwicklungen gesetzt.”

»Schwelm ist absolut konkurrenzfähig«

Das zahlt sich nun aus. In den ehemaligen Gerda-Werkshallen soll die Kunststofffertigung und Montage erheblich ausgebaut werden. Eigentlich wollte Pass in seinem Werk in der Slowakei investieren und dort die zusätzlichen acht Spritzgußmaschinen und Montageautomaten aufstellen. Doch der ehemalige Ostblock hat einen Großteil seiner Standortvorteile wie billige Arbeitsplätze und niedrige Energiekosten verloren. „Schwelm ist absolut konkurrenzfähig”, sagt Burkhard Pass.

Bei Pass brummt das Geschäft mit der Automobilbranche. Neue Aufträge konnten generiert werden. Künftig werden jährlich 2,2 Mio. Fahrwerksteile und 1,5 Mio. Lenkungsdichtungen für die Modelle C-Max und Focus für Ford Europa und USA die Schwelmer Werkshallen verlassen.

Die Montageautomaten „spucken” täglich 18 000 verstellbare Puffer für Heck- und Frontklappen aus, die in VW-Fahrzeuge verbaut werden. Dazu soll für Wolfsburg der Ausstoß von Schnellverbindungen/-kupplungen für Kraftstoffleitungen von jährlich zwei auf vier Millionen Stück gesteigert werden.

Und die Aussichten für die Zukunft sind weiter gut. Burkhard Pass: „Wir erwarten in den nächsten drei Jahren durch Einführung der neuen VW- und Ford-Dieselmotoren im Komponentenbereich für das Motormanagement ein zusätzliches Wachstum im großen zweistelligen Millionenbereich.” Das wären dann weitere 16 Arbeitsplätze für Schwelm.

Bernhard Richter

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