FDP läutet schon jetzt Superwahljahr 2009 ein
25.02.2008 | 17:46 Uhr 2008-02-25T17:46:05+0100Ennepe-Ruhr. Auf dem Kreisparteitag am Samstag in Hattingen blickte die FDP bereits in Richtung Kommunal-, Bundestags- und Europawahl. ...
... Unter den rund 80 anwesenden Mitgliedern fanden sich auch MdB Konrad Schily sowie die Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth, die die Ehrungen der Jubilare persönlich vornahm.
Bei den Vorstandswahlen wurde der Kreisvorsitzende Bodo Middeldorf aus Sprockhövel mit einem Wahlergebnis von 87 Prozent klar in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls mit großer Mehrheit wurden seine Stellvertreter Michael Schwunk (Schwelm) und Ralf Kurzbach (Witten) wiedegewählt.
In seiner Rede sorgte Bodo Middeldorf mit seinem Bericht über ein Flugblatt des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der IG Metall bei den Mitgliedern für große Aufregung. In diesem Flugblatt in Sprockhövel wurde aufgeführt, "die kriegerische Kapitalfraktion zurückzudrängen", und weiter: "Wenn dazu die Kräfte nicht ausreichen, dann reichen sie erst recht nicht aus, um den Kapitalismus zu überwinden und an seiner Stelle eine [andere] Gesellschaft zu errichten." Bodo Middeldorf wies diese offene Kritik an dem bestehenden Gesellschaftssystem scharf zurück. "Dass sich die Gewerkschaften eine solche Auffassung zu eigen machen, ist tragisch genug. Aber Ihre Bewertung wird möglicherweise noch anders ausfallen, wenn ich Ihnen sage, dass mit diesem Flugblatt zu einer Aktion eingeladen wurde, bei dem die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse einer Grundschule in Sprockhövel die Programmgestaltung übernommen haben.
Bodo Middeldorf machte in seiner Rede auch deutlich, dass für die FDP weiterhin die gezielte Förderung des Mittelstands im Blickpunkt steht: "Wir brauchen ein Klima für hochinnovative private Investitionen und keine überbordenden arbeitsplatzvernichtenden Umweltschutzauflagen, keine investitionshemmende Bürokratiemaschinerie und keine staatlich gelenkten Investitionsentscheidungen.
Der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Gilbert Gratzel führte in seinem Rechenschaftsbericht aus, dass in diesem Jahr der Ennepe-Ruhr-Kreis seinen Etatausgleich auch ohne Rückgriff auf seine eigene Ausgleichsrücklage schaffen wird. "Darum ist es nur gerecht, wenn entsprechend die Kreisumlage gesenkt wird, denn die Kämmerei der Kreisverwaltung darf nicht der Aufbewahrungsort des Geldes der Städte sein."
Die FDP-Kreisfraktion hatte bereits zuvor auf ihrer Haushaltsklausur beschlossen, die Senkung der Umlage auf 39,97 Prozentpunkte um ein Jahr vorzuziehen. Damit ergibt sich gegenüber dem Planansatz insgesamt eine Entlastung der Städte im Kreis von 7,4 Millionen Euro.
Der für zwei Jahre neu gewählte Kreisvorstand der FDP Ennepe-Ruhr setzt sich wie folgt zusammen: Kreisvorsitzender: Bodo Middeldorf (Sprockhövel), Stellv. Kreisvorsitzende: Michael Schwunk (Schwelm)und Ralf Kurzbach (Witten), Schatzmeister: Dirk Rabenschlag (Gevelsberg), Beisitzer: Ronald Mayer (Sprockhövel), Marc Bartrina (Hattingen), Klaus Faeskorn (Herdecke), Jerome Schneider (Junge Liberale), Uwe Liesche und Gerhard Blancke (beide Witten).
12:38
Warum hacken alle auf der Spaßpartei herum?
Die tun doch gar nichts!
21:04
Ich fasse zusammen: Alles beim Alten bei der FDP.
War dies eine so umfassende Nachricht wert?
Und an die vermeintlich Liberalen: Na, dann mal viel Spaß im Superwahljahr!
Wahrscheinlich hat die FDP ein bisschen zu viel Hollywood-Filme gesehen oder aber wähnt sich im Superwahlkampf der USA. Wer jetzt schon in den Wahlkampf der Europa-, Bundestags- und Kommunalwahl im Juni bzw. September 2009 einsteigt, dem kann ich nur viel Spaß wünschen.
Dann wissen wir ja schon einmal, dass wir auch in der zweiten begonnenen Legislaturhälfte von der FDP nichts mehr zu erwarten haben - wie es schon in der ersten Hälfte und jemals zuvor der Fall gewesen ist.
Ein Verrat an die Wähler übrigens. In der gesamten Legislaturperiode nichts auf die Reihe zu bekommen, und dann für 3 % wieder vorzeitig in den Wahlkampf ziehen. Gratulation, ihr Neoliberalos.
Nun, im Wahlkampfprozessieren und sich selbst Feiern war die Super-18%-Partei ja ohnehin schon immer am besten. Dank alter und neuer Führungsriege wird sich daran wie erwartet auch nichts ändern.
Na, dann: Mit allem Schwun(k)g voraus. Wenn es mich da mal nicht gratzelt.
20:02
Wunderbar. Jetzt wissen wir also, was die FDP will. Bleibt nur noch die Gretchenfrage: Wer will die FDP?