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Ein Tag für die Freude am Singen

03.06.2012 | 19:30 Uhr
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Ein Tag für die Freude am Singen
Die Kinder aus dem Städt. Familienzentrum Habichtstraße in Gevelsberg hatten Riesenspaß beim Singen.

Ennepe-Ruhr. Ein lauter Fanfaren-Ruf um 12.09 Uhr, dann herrscht kurz Stille, ehe um Punkt 12.10 Uhr „Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt!“ ertönt. In 53 Städten der Metropole Ruhr hieß es am Samstag erneut „Sing – Day of Song“. Auch in Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal fanden zahlreiche Aktionen statt.

Der „Day of Song“ ist ein Projekt, das erstmals im Kulturhauptstadtjahr 2010 durchgeführt wurde. Rund 40 000 Menschen in der Metropole Ruhr sangen gemeinsam. Aufgrund des großen Erfolges beschlossen die Veranstalter, den großen Gesangstag fortan alle zwei Jahre durchzuführen. Und so war es am sonnigen Samstag wieder soweit.

Nur knapp zehn Minuten dauerte der offizielle Teil, der in allen Städten gleich war. Vier Lieder wurden gesungen: Eben das Steigerlied, „It’s the Day of Song“, „Ein schöner Tag“ und zum Abschluss „Heimat vieler Kulturen“. Ob Chöre aus dem Kreisgebiet, Kindergärten oder Schulen – Jung und Alt fanden beim Singen eine gemeinsame Kultur.

Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi freute sich, dass „das gemeinsame Singen so viel Freude in die Herzen der Menschen bringt.“ Im interkulturellen Bürgergarten der Zukunftsschmiede Gevelsberg an der Realschule Alte Geer eröffnete der Chor „HarmoniEN“ den „Day of Song“. Im Anschluss folgte das Städtische Familienzentrum Habichtstraße, das mit Kinderliedern begeisterte. Eine kleine Abordnung der „Good Girls“ ließ vierstimmigen A-capella-Gesang erklingen.

Gärtnern und singen verbindet

Im Rahmen des Sommerfests des Bürgergartens wurde den gesamten Tag über gemeinsam gesungen. „Gärtnern und singen verbindet“, schlug Annette Bußmann, Vorsitzende der Zukunftsschmiede die Brücke zwischen dem „Day of Song“ und dem Bürgergarten. 20 Menschen aus zehn Kulturen gärtnern dort gemeinsam. Sehr international war an der Geer auch das Speisenangebot, das die Beteiligten für das Sommerfest bereit gestellt hatten.

In Schwelm feierten zahlreiche Menschen auf dem Märkischen Platz den „Day of Song“. Auf einer große Bühne konnten die Sänger sich entfalten. In den Stuhlreihen hatten die Zuhörer die Möglichkeit, die Musik einfach nur entspannt zu genießen. „Die Stimmung ist wunderbar“, freute sich Mitorganisatorin Gabriele Weidner. Bei der Veranstaltung übernahmen die Chöre gleichzeitig auch die Verpflegung der Zuhörer und die Schwelmer Lebenshilfe bot ein buntes Kinderprogramm an.

„Das ist ein Tag für jedermann und genauso bunt ist auch die Mischung der Musik bei uns“, so Weidner weiter. In Schwelm begeisterten die „Belcantos“ mit Evergreens wie „Mamma Mia“, beim Duo Weidner/Wiedenhaupt ging es dann mit „Sweet About Me“ etwas ruhiger zu. Die Kinder der Schwelmer KiTas und der Grundschule Westfalendamm, der MGV „Einigkeit“ Schwelm/Linderhausen, der Eisenwerkschor, sowie der Popchor der Städtischen Musikschule.

Zum „Day of Song“ passte natürlich auch der „Diözesankirchenmusiktag, den das Bistum Essen an sechs unterschiedlichen Orten begang. Die Gemeinde St. Marien in Schwelm feierte mit rund hundert Sängerinnen und Sänger aus Halver und Schwelm am Samstag die Vorabendmesse mit der „Messe brevé in C“ von Charles Gounod.

Auch Ennepetals Kluterthöhle, wurde zum Schauplatz des „Day of Song“. Dort sangen Kinder der Grundschule Wassermaus und aus dem Städtischen Kindergarten Fliednerhaus. Die Gäste in der sonst doch eher stillen Höhle hatten viel Spaß mit dem lautstarken Gesang der Kinder.

Für vielstimmige und vielfältige Musik sorgten unter dem Motto „!Sing sozial“ auch drei weitere Chöre. Der Ennepetaler Frauenchor sang im Haus am Steinnocken ebenso für die dort lebenden Senioren, der Volkschor trat im Helvita-Pflegezentrum auf und der MGV „Sangeslust“ Königsfeld sang für die Bewohner des Seniorenheims an der Brunnenstraße. Dort lässt der Männerchor schon seit Jahren regelmäßig seine Stimmen erklingen.

Ebenfalls am „Day of Song“ beteiligte sich der Spontanchor, der im Saal der Kath. Gemeinde Herz Jesu in Milspe zu hören war.

Eins hatten die Menschen in allen Kreisstädten am Samstag gemeinsam: Die Freude am Singen und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

Jacqueline Stork

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