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Schwelm

Doppelkopf für einen guten Zweck

20.01.2015 | 00:12 Uhr

Schwelm. Von Doppelkopf haben schon viele gehört, manche können vielleicht sogar das Ziel des Spiels formulieren, das darin besteht im Laufe des Spiels seinen Mitspieler herauszufinden und gegen das andere Pärchen zu gewinnen. Selbst die Karten in der Hand zu haben, ist aber dann doch nochmal etwas anderes. Zum Glück verstehen sich etwa 15 Schwelmer darauf; denn sonst könnte der Missionskreis der Gemeinde St. Marien Schwelm schließlich keine Spenden nach Ghana schicken, wo von dem Einsatz der Doppelkopf-Spieler neue Dinge fürs dortige Krankenhaus angeschafft werden können.

Der Missionskreis organisierte das Doppelkopf-Turnier bereits das vierte Mal im Gemeindesaal der neben der Marienkirche und versucht auch im Herbst noch eine Partie für Ghana durchführen zu können.

Kontakt über Pater Mushoff

Obwohl der Missionskreis das ganze in die Wege geleitet sowie auch das Missionscafé in Schwelm für Ghana auf die Beine gestellt hat, dürfen zum Doppelkopfturnier alle kommen, die wissen, was man da machen muss. Matthias Wittwer, Mitglied des Missionskreises, weiß: „Die Männer und Damen hier haben Spaß und tun gleichzeitig etwas Gutes. Bis auf drei Spieler waren alle schon einmal hier und haben ihr Startgeld in Höhe von 6 Euro für Ghana dagelassen. Der Erlös geht nicht nur in Krankenhäuser, auch für andere spezielle Projekte vor Ort wird gespielt.“ Und das etwa vier Stunden lang neben Kaffee und Kuchen und frischen Waffeln.

Natürlich haben sich Matthias Wittwer, Karl-Heinz Schattschneider, Norbert Bruchmann und Alfred Spitz (alle vom Missionskreis, letzterer hilft mit) nicht einfach zufällig ein Fleckchen auf dem Globus ausgesucht, das hilfebedürftig ist. Pater Norbert Mushoff war vor längerer Zeit in Ghana und hat dort gewirkt. Der Kontakt bestehe weiterhin, auch wenn Mushoff inzwischen nicht mehr vor Ort sei, so Matthias Wittwer, der, wie die anderen auch, regelmäßig privat Doppelkopf spielt.

Vom „freiwilligen Verlieren“

Natürlich wird schnell klar: je mehr sich dem Doppelkopfturnier im Pfarrhaus anschließen, desto mehr Erlös gelangt nach Ghana. Und auch je schlechter man spielt (je mehr Minuspunkte man bekommt), desto mehr „Kohle“ kommt für den guten Zweck herein. Als Antrieb und Vorabinformation für die eventuell baldigen Neuankömmlinge: Die besten bekommen natürlich Preise!

Rückmeldungen aus Ghana

Am Samstag haben es die 15 Spieler auf 2x20 Spiele geschafft, wobei in jeder Runde die Paarungen neu zusammengesetzt wurden.

Und noch so am Rande: Für ein Spiel bedarf es etwa acht Minuten. „Kommt eben darauf an, mit wem man spielt“, warf lachend ein Mitspieler ein.

Wer Doppelkopf spielen kann und sich immer noch nicht ganz so sicher ist, ob er im Herbst mitmachen soll, der sollte wissen, dass eine Rückmeldung aus Ghana immer gewährleistet ist. Der Missionskreis erfährt regelmäßig, was sich in Ghana getan hat und was angeschafft wurde. Außerdem kann man sich doch nicht die leckere Verpflegung von Gaby Bruchmann und Claudia Wittwer entgehen lassen. Wofür hat man schließlich einmal Doppelkopf gelernt, wenn nicht für eine gute Sache? Das Resümee der Beteiligten am Sonntag: „Macht Spaß, läuft harmonisch ab und es ist hier eine sehr gesellige Runde!“

Lara Unglaube

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2015-01-20 00:12
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