"Die Nacht war einziger Horrortrip"
24.11.2009 | 18:46 Uhr 2009-11-24T18:46:00+0100
Die Nacht sei ein einziger „Horrortrip” gewesen, sagt Britta Bongardt. Sie lebt mit ihrer Familie in einem Bungalow in unmittelbarer Nähe der ausgebrannten Halle und wurde nicht – wie es zunächst hieß – evakuiert.
Als die Bongardts vom Großeinkauf zurück kamen, da blitzte es. „Kurz darauf meinte mein Mann, dass es so rieche, als ob jemand etwas verbrennen würde”, berichtet die 38-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Den Feuerschein hat die Familie zunächst nicht sehen können. Das Haus besitzt kein Fenster in Richtung der Halle.
Dann kam auch schon die Feuerwehr. „Hoffentlich passiert uns nichts, haben wir gedacht.” Erst um zwei Uhr in der Nacht sei es schließlich ruhiger geworden. Viel Schlaf gab es dann nicht mehr. Tochter Anna-Lena sei gestern nicht zur Schule gegangen: „Sie hatte Kopfschmerzen.” Morgens hat die Mutter den Feuerwehrleuten erst einmal Kaffee gekocht: „Die Jungs sahen so fertig aus.”
Glücklich sei sie vor allen Dingen darüber, „dass nur Sachschaden entstanden ist” und keine Menschen verletzt wurden oder sogar sterben mussten. Trotzdem gilt ihr Mitgefühl den Eigentümern, die ihre Betriebe in der abgebrannten Halle untergebracht haben: „Sie müssen sich jetzt eine neue Existenz aufbauen.”
Das Gebäude jedenfalls ist total ausgebrannt. Nur einige Motorräder des Betriebs im westlichen Hallenteil konnte die Wehr vor den Flammen in Sicherheit bringen.
Sicher ist wohl auch , so Einsatzleiter und Wehrchef Norbert Fichtel gegenüber unserer Zeitung, dass der Brand im östlichen Hallenteil entstanden ist.
In den Räumen einer Kunststoffspritzerei, in der auch kleinere Mengen Kunststoffgranulat gelagert gewesen sein sollen, hatte das Feuer seinen Ausgang genommen. Von dort hatte es sich dann über die Zwischendecke samt Bitumendach ausbreiten können. Über die genaue Brandursache lagen Fichtel gestern Nachmittag noch keine Erkenntnisse vor. Auch die Höhe des Schadens war noch nicht beziffert. Einsatzkräfte aus dem ganzen Südkreis waren in der Nacht im Einsatz gewesen.
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