Die GSWS ist und bleibt bodenständig
19.01.2009 | 17:15 Uhr 2009-01-19T17:15:02+0100Schwelm. (atü) Nicht eingehaltene Versprechen und eine unterschiedliche Erwartungserhaltung hatte Sascha Dorday, Ex-Geschäftsführer der GSWS, im Gespräch mit der WP für seine Kündigung angeführt (WP vom 16. Januar). ...
... Der Aufsichtsrat der GSWS bemängelt nun, dass Dorday diese nicht im Einzelnen benennt. Aus Sicht des Aufsichtsrats sei es ein nicht eingehaltenes Versprechen, dass "Herr Dorday entgegen Zusagen bei seiner Einstellung nach der Probezeit nicht seinen Hauptwohnsitz in Schwelm genommen" habe.
Die Einstellung Dordays, dass die Wirtschaftsförderung innerhalb der GSWS professionalisiert werden müsse, hat der Aufsichtsrat nicht zum ersten Mal gehört. "Das Stichwort ,Professionalisierung´ hat Herr Dorday bei Besprechungen innerhalb der Gesellschaft oft benutzt, wobei versucht wurde, ihm deutlich zu machen, dass die schlichte Forderung nach ,mehr Geld´ für ,professionellere Projekte´ zu kurz greifen würde", führt Dr. Jürgen Steinrücke in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats aus. Mit den gegebenen finanziellen Möglichkeiten aus den Zuweisungen der Stadt für die Aufgaben der Wirtschaftsförderung sowie aus Vereinbarungen mit festen Projektpartnern sei die GSWS handlungsfähig.
Der Aufsichtrat habe schon in der Geschäftsführerzeit von Sascha Dorday großen Wert darauf gelegt, dass die drei Säulen der GSWS (Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Arbeitskreise) weiter erfolgreich arbeiten und weiterentwickelt werden. Jürgen Steinrücke: "In der Tat hat sich der Aufsichtsrat dagegen ausgesprochen, wie von Herrn Dorday vorgeschlagen, das Stadtmarketing drastisch zurückzufahren und die Wirtschaftsförderung als Unternehmensberatung zu betreiben. Die GSWS in Schwelm ist bodenständig, bei den Menschen wie bei den Unternehmen." Und dies werde auch in der Zukunft so bleiben.
Die von Dorday im Frühjahr "aus persönlichen Gründen" ausgesprochene Kündigung habe der Aufsichtsrat respektiert. Allerdings empfindet er es mindestens als unglücklich, wenn der zum Jashresende ausgeschiedene Geschäftsführer nun statt der persönlichen Gründe inhaltliche Unzufriedenheit mit den Bedingungen anführt, unter denen er seine Arbeit aufgenommen hatte.
Auch im WAZ-Online-Portal www.derwesten.de ist der WP-Artikel nicht kommentarlos hingenommen worden. Der Absender "shubidu" schreibt da unter anderem: "Respekt, Herr Dorday, wenn Sie nicht mehr mitspielen und die Gründe nennen. Um in Schwelm eine ruhige Kugel zu schieben, muss man wohl aus anderem Holz geschnitzt sein.
Und was wird mit unserer Wirtschaft? Man könnte ja mal jemanden mit der Förderung beauftragen, der ein nachgewiesener Fachmann ist. Jemand, der den Schwelmer Betonköpfen verklickert, was Sache ist. Ob wir das irgendwann erleben? Vor den nächsten Kommunalwahlen bestimmt nicht. Und danach? Schön wär´s, und eminent wichtig. Aber hier in Schwelm? Gute Nacht!"
18:41
Jetzt kann Herr Dorday in Schmallenberg zeigen was er kann!
15:28
Die GSWS kann sich in der derzeitigen Konstellation gar nicht erfolgreich um Wirtschaftsförderung kümmern. Sie muss sich immer um ihr eigenes Überleben kümmern und mit (armseligen) Veranstaltungen (Trödelmarkt, Weihnachtsmarkt) Geld für ihre Existenz beschaffen. Somit ist das Personal mit Pillepalle beschäftigt und kann sich gar nicht um die Big Points kümmern. Aber soll sich die GSWS überhaupt um die großen Dinger in Schwelm kümmern ? Vermutlich nicht...
14:20
Was heißt denn hier bodenständig in der globalisierten Wirtschaft? In Schwelm sicherlich, dass der Bürgermeister persönlich Schildchen in den Boden steckt, und die steuerzahlenden Herrchen ihre Hunde anlernen, was darauf zu lesen ist = nur keine Haufen auf den Boden sch......
Professionell zu sein, das war und ist für die Schwelmer Exekutive schon immer unter diesem BM etwas Fremdes im wahrsten Sinne des Wortes.
13:10
Das sind deutliche Worte des Bürgermeisters. Professionell geht entschieden zu weit, bodenständig ist angesagt. Also ein Studium als Diplom-Geograph, und dann Jagdhorn blasen und im blauen Kittelchen um den Maibaum in der Altstadt tanzen. So stelle ich mir das vor. An die Entwicklung dieser maroden Stadt will ich dabei lieber gar nicht denken.