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Begegnung der Kulturen in Taiwan

26.01.2010 | 17:29 Uhr
Begegnung der Kulturen in Taiwan

Schwelm/Taiwan. Das Schwelmer Steinbildhauerehepaar Dagmar und Hans-Walter Kessler gehört mit zu einer Gruppe von sieben Bildhauern aus Nordrhein-Westfalen, die in dieser Woche an einem Bildhauersymposium in der taiwanesischen Stadt Hualien teilnehmen.

Zustande gekommen ist dieser Kontakt durch den taiwanesischen Professor für Kunst und Design Luoke Chen. Dieser unterhält auch ein Atelier in Wuppertal und will seine Kontakte zu Taiwanesen und Deutschen zur Förderung von Kultur und Begegnung nutzen. Prof. Luoke Chen ist unter Bildhauern bekannt, weil er seit vielen Jahren als Dozent für den Steinbildhauerverband tätig ist.

In einer ersten Begegnung der Deutschen mit dem taiwanesischen Gastgeber wurden die Arbeiten der nächsten Tage vorbesprochen. Chan Min Chih, Chef eines großen örtlichen Unternehmens der Steinindustrie, begrüßte die Teilnehmer aus Deutschland. Als Vizepräsident des regionalen taiwanesischen Künstlerverbandes hat er in den vergangenen Jahren bereits mehrere international besetzte Bildhauersymposien durchgeführt. Dies Mal hat er sich sogar bereit erklärt, die komplette Veranstaltung zu sponsern.

Mit großer Spannung waren die Deutschen zu dieser ersten Begegnung angereist. Schließlich kannte man weder den Gastgeber noch das zur Verfügung stehende Arbeitsmaterial. Umso größer war die Erleichterung, als alles sich als hervorragend organisiert bewies: die Steine zeigten die jeweils gewünschten Maße, das Werkzeug entspricht höchstem Standard und der Sponsor war über die Maßen besorgt um das Wohl der Bildhauer.

Seit Montag wird auf dem Marktplatz von Hualien, einer Stadt von ca. 400 000 Einwohnern, der jeweilige Marmorblock nach den eingereichten Entwürfen bearbeitet. Zu dem Bildhauerfestival werden zahlreiche Einwohner erwartet. Schon während die Künstler vor Ort in ihren Skizzenbüchern zeichneten und malten, hatten sie ständig Trauben von Menschen interessiert um sich stehen. Am 31. Januar wird die Gruppe wieder in Nordrhein-Westfalen zurückerwartet.

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