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Backshop im Bahnhof - Plus an Kaiserstraße

20.06.2007 | 09:14 Uhr

Schwelm. (mes) Interessante Neuigkeiten hatte der Bürgermeister im öffentlich tagenden Ausschuss für Umwelt und Stadtplanung mitzuteilen, die die Zukunft des Bahnhof-Empfangsgebäudes sowie des Evangelischen Johannes-Gemeindehauses an der Kaiserstraße betr

Wie die Rundschau bereits berichtete, stehen beide Immobilien zum Kauf. Einerseits, weil die Bahn aus betriebswirtschaftlichen Gründen kleine und mittelgroße Bahnhofsgebäude generell veräußert; und andererseits, weil die Evangelische Gemeinde die Nutzung des Johannes-Gemeindehause aufgrund finanzieller Engpässe aufgegeben hatte, um fortan mit der Katholischen Gemeinde im Ökumenischen Zentrum Heilig Geist zu kooperieren.

Zwei Bewerber hatten Anfang des Jahres Interesse für den Erwerb des Bahnhofsgebäudes bekundet, wobei der eine Kandidat (ein Einzelunternehmer aus der Region, der dort einen Shop und Gastronomie angedacht hatte) Ende Februar zurückzog. Einziger Kandidat ist somit nun noch, wie der Bürgermeister mitteilte, die Klems Große-Kock GmbH & Co. KG (KGK) aus Dortmund. Ein Handelsunternehmen mit dem Schwerpunkt im Backwarensortiment und Snack-Verkauf, das bereits an elf Bahnhöfen in NRW präsent ist, etwa in Wuppertal-Oberbarmen.

Die Gespräche mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) und der Stadtverwaltung sind mittlerweile so weit gediehen, "dass die KGK ein konkretes Konzept über die Sommerferien erarbeiten und dann der Politik sowie Öffentlichkeit vorstellen will", so Carsten Kirchhoff von der BEG.

Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke meinte gegenüber der WR, dass dabei im positiven Sinne zwei wesentliche Ziele der Stadt Berücksichtigung fänden: "Erstens, dass die Bahnhofsfunktion erhalten bleibt und zweitens, dass das direkte Umfeld durch Dienstleistung und Angebote attraktiver wird."

Attraktiv ist für die Evangelische Gemeinde auch das strake Interesse der Mühlheimer Plus Warenhandelsgesellschaft, die auf dem etwa 4000-Quadratmeter noch Gemeindehaus-Areal an der Kaiserstraße eine Supermarktfiliale ansiedeln möchte. Das Gebäude soll rund 770 Quadratmer Fläche haben, so dass entsprechend noch viel markteigene Parkfläche (65-70 Boxen) für Kunden zur Verfügung stünde, die am existierenden Standort an der Bahnhofstraße völlig fehlt.

"Erste Pläne und ein gutes Kaufangebot wurden uns vor vier Wochen vorgelegt", so Pfarrer Hans Schmitt, wonach es Wille der Gemeinde sei, "zu verkaufen" und man nun hoffe, dass die Stadt "schnell grünes Licht gibt". Dem neuen Einzelhandelskonzept soll die Ansiedlung (direkt angrenzend an das Nahversorgungszentrum Möllenkotten) nicht widersprechen.

Damit der Supermarkt (der sich in die Gründerzeitbebauung einfügen soll) indes überhaupt öffnen kann, muss der gültige Bebauungs- und Flächennutzungsplan, der das Areal bislang als Fläche für Gemeinbedarf ausweist, noch geändert werden.

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