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6494 Fahrzeuge sollten 2014 aus dem Verkehr gezogen werden

22.01.2015 | 00:12 Uhr

Ennepe-Ruhr. Diese Masse überrascht: 6494 Fahrzeughaltern im Ennepe-Ruhr-Kreis drohte im vergangenen Jahr eine Zwangsstilllegung ihres fahrbaren Untersatzes. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 85 Fällen. Das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2010 (6890).

Mit Abstand häufigster Grund für Post vom Straßenverkehrsamt der Kreisverwaltung war mangelnde Sorgfalt beim Versicherungsschutz. 4289 Fahrzeughalter waren beim Bezahlen der Prämie zu nachlässig und fielen auf. „Grundsätzlich muss beim Anmelden des Fahrzeugs eine Haftpflichtversicherung nachgewiesen werden“, sagt Sabine Völker, Leiterin des Straßenverkehrsamts EN. „Der vorgeschriebene Versicherungsschutz besteht nur dann, wenn die Rechnungen bezahlt werden.“ Fließt kein Geld, melden die Versicherer ihre säumigen Kunden dem Kreis, und das Straßenverkehrsamt fordert den Halter auf, unverzüglich einen neuen Versicherungsschutz nachzuweisen. „Dies geschieht auch im Interesse möglicher Unfallgegner. Das Fahren ohne Versicherungsschutz ist mit Blick auf die möglichen finanziellen und rechtlichen Folgen alles andere als ein Kavaliersdelikt. Es ist eine Straftat“, macht Völker unmissverständlich deutlich.

Persönlicher Besuch wirkt oft Wunder

Weitere Gründe für die Androhung einer Zwangsstilllegung waren unterlassene Änderungen in den Fahrzeugpapieren (1428) und Mängel am Fahrzeug (631). Weil Fahrzeughalter trotz Aufforderung keine entsprechenden Versicherungs- oder Steuerzahlungsnachweise vorlegten, mussten die Mitarbeiter des Kreises in 1477 Fällen tatsächlich ausrücken, um die Fahrzeuge stillzulegen. Dies bedeutet im Vergleich zu 2013 eine Steigerung von 29 Fällen. Doch der persönliche Besuch wirkt häufig Wunder. Nur in einem von zehn Fällen entfernen die Mitarbeiter am Ende tatsächlich das Siegel vom Kennzeichen.

Ende letzten Jahres waren im Ennepe-Ruhr-Kreis 237 710 Fahrzeuge zugelassen: 187 354 Pkw, 19 342 Motorräder, 16 118 Anhänger und 8 521 Lkw. 222 157 waren mit „EN“-Kennzeichen unterwegs, 15 553 mit „WIT“. Seit der Änderung der Zulassungsverordnung im November 2012 und der damit wieder möglichen Ausgabe durch das Straßenverkehrsamt des Ennepe-Ruhr-Kreises ist die Zahl der „WIT“-Kennzeichen damit von seinerzeit noch 65 auf den aktuellen Wert förmlich explodiert.

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6494 Fahrzeuge sollten 2014 aus dem Verkehr gezogen werden
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2015-01-22 00:12
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