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"Land unter" im Südkreis

30 Jahre altes Käfer Cabrio versank in den Fluten

03.07.2009 | 20:08 Uhr
30 Jahre altes Käfer Cabrio versank in den Fluten

Gevelsberg traf das Unwetter mit Abstand am schlimmsten. Auf das unmittelbar an das Stadion Stefansbachtal angrenzende Grundstück der Spedition Ewald Friedhoff schossen die Wassermassen ebenfalls und drohten die kompletten Büroräume im Untergeschoß zu überfluten.

Verzweifelt versuchten die Inhaber und Mitarbeiter, mit Paletten und davor gespannten Planen die Fluten zurückzuhalten. Weiter stadteinwärts überschwemmte die braune Brühe Grundstücke, Keller und Tiefgaragen. Verzweifelte Bewohner versuchten ihr Hab und Gut aus den Untergeschossen und den überfluteten Kellern zu retten.

In einer Tiefgarage am Schwarzen Weg versanken zwei fast neue Fahrzeuge, ein 30 Jahre altes VW Käfer Cabriolet und eine weiteres Auto in den Fluten. Bewohner Heinz Schneider: „Ich habe es gerade noch geschafft, den Wagen meiner Frau nach draußen zu fahren. Eine Minute später stand ich schon bis zur Hüfte im Wasser.” Den fast neuen Wagen seiner im Urlaub weilenden Nachbarn konnte er nicht mehr retten.

Bürgermeister Claus Jacobi machte sich vor Ort ein Bild. „Es ist etwas ganz anderes, wenn ein Bürgermeister auf sein überschwemmtes Stadion blickt, als wenn jemand vor seinem versunkenen Auto steht”, äußerte er großes Bedauern gegenüber den Geschädigten am Schwarzen Weg. Der Schaden am Kunstrasen muss von der Stadt selbst getragen werden. Eine solche Freifläche sei nicht versicherbar, erklärte Jacobi gestern gegenüber unserer Zeitung. Fachleute müssen nun prüfen, ob der Kunstrasenbelag einfach wieder glattgezogen werden kann. Der Bürgermeister dankte den Einsatzkräften, unter anderem unterstützte das Technische Hilfswerk die Feuerwehr im Stefansbachtal.

Auch in Ennepetal hatten Feuerwehr und Polizei alle Hände voll zu tun. „Die Einsätze flogen nur so ran”, so die Wache. Der Löschzug und alle vier Löschgruppen Voerde, Oberbauer, Rüggeberg und Külchen - bis 60 Leute - waren im Einsatz, versuchten verstopfte Gullys zu reinigen und vollgelaufene Keller leer zu pumpen. „Alles, was Blau trägt, ist rausgefahren”, lautete die Auskunft . Zur besten Feierabendverkehrszeit ging auf vielen Straßen in Ennepetal gar nichts mehr. Die Autos stauten sich auf der B 7/Kölner Straße mehrere 100 Meter weit, weil in Höhe des neuen Einkaufszentrums ein Baum quer auf der Straße lag. Kein Weiterkommen für Pkw war auch auf der Kreuzung Neustraße/Milsper Straße am Aldi-Markt. Dort hies es, wie an vielen anderen Stellen auch, „Land unter”. Auf dem Hof hinter dem China-Restaurant reichte den Einsatzkräften das Wasser zeitweise bis zu den Hüften.

Der Tag begann für die Feuerwehr Schwelm vormittags zunächst mit der Rettung einer verletzten Taube auf dem Parkplatz des Kaisers-Supermarkts. Um 15.21 Uhr dann der erste Unwettereinsatz. Der keller des Hauses Hermannstraße 9 musste leergepumpt werden. Dann ging es Schlag auf Schlag: 15.35 Uhr „Baum über der Fahrbahn Hegelstraße 16”; 15.45 Uhr „Land unter” auf dem „Platz der Nachbarschaften”. Auch die TBS waren im Einsatz.

Bernhard Richter

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03.07.2009
20:31
30 Jahre altes Käfer Cabrio versank in den Fluten
von H.G. Mecke | #1

nicht nur ein Käfer Cabrio im Schwarzen Weg, sondern auch weiter in der Wolfskuhle, mehrere Motorräder, Wohnwagen, klassische 2CV und jede Menge Werkstattzubehör und Werkzeuge sind abgesoffen

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