Video: Michalskis Festnahme
Wie Anwohner die Verhaftung erlebten - und wie die Polizei vorging.
Mit der ländlichen Stille in Schermbeck-Rüste war es Dienstagmorgen vorbei. Innerhalb kürzester Zeit ist die Bundesstraße 58 um den Bereich Schoopsweg mit Autos zugeparkt. Mittendrin eine Vielzahl von Polizeifahrzeugen. Grund für die Aktion: Die Festnahme des geflohenen Straftäters Peter Paul Michalski, den Sondereinsatzkräfte kurz vor der Dorstener Stadtgrenze stellen konnten.
Von Bielefeld nach Schermbeck
Die Polizei präsentiert den Reportern Michalskis Fluchtfahrzeug. Foto : Johann Ridder / WAZ FotoPool
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Die Nachricht von der Ergreifung des seit vier Tagen gesuchten Ausbrechers verbreitet sich unter den Medienvertretern rasend schnell. Die Polizei hatte vor Ort rasch eine mobile Info-Stelle am Schoopsweg aufgebaut. Viele Informationen gibt's allerdings noch nicht. Also tauschen sich die Kamerateams und Journalisten über das aus, was sie seit dem Ausbruch beschäftigt.
Einer erzählt, dass er die vergangene Nacht in Bielefeld zugebracht hat, immer in Erwartung des SEK-Einsatzes. Doch plötzlich seien die Beamten verschwunden gewesen, berichtet der Journalist weiter. Warum er einige Stunden später seine Bilder in Schermbeck machen kann, darüber spekuliert er mit Kollegen. Von einer Handy-Ortung ist da schon Stunden vor der Preessekonferenz der Polizei die Rede.
Polizisten tarnten sich als Straßenarbeiter
Anwohnerin Lisa Rexforth hat vom nahen Bauernhof aus beobachtet, dass die Polizei sich als Straßenarbeiter tarnte, die auf der B 58 vermeintlich mit Grünschnitt beschäftigt waren: „Anscheinend haben die gewartet, bis der Michalski vorbeikam.”
Und plötzlich war es vorbei mit der Stille in Schermbeck-Rüste. Foto: André Elschenbroich WAZ FotoPool
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Details zur Fahndungstaktik will die Polizei vor Ort noch nicht verraten. Die Fragen dazu beantwortet der Kölner Polizei-Pressesprecher Christoph Gilles nicht. Eigentlich will er nicht einmal bestätigen, dass Michalski mit einem gestohlenen Damenfahrrad der Marke Kettler unterwegs war. Ein paar drängende Fragen später kommt jedoch die Bestätigung für dieses etwas außergewöhnliche Fluchtfahrzeug - und der Hinweis, dass den wartenden Journalisten dieses Rad auch präsentiert wird. Natürlich abseits der vielbefahrenen Bundesstraße, an der mittlerweile Dutzende von Übertragungswagen angekommen sind.
Gut drei Stunden später ist es in Rüste wieder still geworden. Keine Polizei mehr, keine Journalisten


























