Stiller Ort der Andacht
12.08.2008 | 16:36 Uhr 2008-08-12T16:36:00+0200
Das Ehrenmal am Friedhof Wippekühl. Der Heimat- und Geschichtsverein erinnert an die Grundsteinlegung vor 80 Jahren.
Nach dem Ende des I. Weltkrieges sollte in Schalksmühle den gefallenen Mitbürgern eine Gedenkstätte errichtet werden. Bei der Diskussion darüber, wo denn das Denkmal entstehen sollte, war auch der Platz vor dem Chor der Kirche im Gespräch, ein Denkmalausschuss entschied sich aber für den jetzigen Standort. Der Bevölkerung wurden damals in einem Schaufenster mehrere Entwürfe vorgestellt, darunter auch der des Berliner Architekten und Bildhauers Hans Dammann, der in einem Brief vom Dezember 1927 dazu meinte: „Ein solches Ehrenmal gehört in die Natur - in die Einsamkeit, wo Andacht möglich ist. Nun hat Schalksmühle das seltene Glück, einen solchen idealen Platz zu besitzen, einen Platz, auf dem man das Ehrenmal stets von weitem sieht, und wo es doch abgeschieden und still liegt.” Dem folgte auch der Denkmalausschuss und erteilte Dammann wenig später den Auftrag. Am 30. Juni 1928 war die Grundsteinlegung für den Bau, der dann nach den Plänen Dammanns von der Schalksmühler Firma Gödersmann ausgeführt wurde. Zwei Jahre später, am 7. September 1930, fand die Einweihungsfeier statt. Beim Volkstrauertag 1997 regte Günter Dunkel an, mit Hilfe der Seniorenabteilung des Schalksmühler Turnvereins weitere Ehrentafeln mit den Namen der Schalksmühler Opfer des 2. Weltkrieges, und zwar sowohl der Soldaten als auch der Zivilisten, anfertigen zu lassen. Der Heimat- und Geschichtsverein nahm den Vorschlag auf, übernahm dann in Abstimmung mit den Altersturnern die Federführung und ließ durch Spenden finanzierte weitere vier Ehrentafeln mit den 429 Namen der Kriegsopfer 1939 - 1945 anfertigen. Der Verein übergab diese Ehrentafeln bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag 1999 mit einem Dank an die Initiatoren der Öffentlichkeit.
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