Perfekte Klassik und freche Chansons
26.10.2008 | 19:05 Uhr 2008-10-26T19:05:00+0100
Eine Vorstellung der Extra-Klasse – bestechend, amüsant und unterhaltsam – erlebten die Besucher am Freitagabend im PZ Löh.
Für die perfekte Kombination aus anspruchsvoller Klassik, frechen Chansons und mitreißendem Entertainment stehen sie mit ihrem Namen: „Salut Salon”. Das attraktive Quartett zog charmant, leidenschaftlich und virtuos, temperamentvoll und immer wieder überraschend das Publikum in seinen Bann. Ausgewählt wurde „Stefan”, der den jungen Damen zu Füßen saß und immer wieder ins Programm mit einbezogen wurde. Als erstes musste er das Lied: „Mein Hut, der hat drei Ecken” vorsingen. Die Schalksmühler ließen ihn nicht hängen – und kamen später aus dem Lachen nicht mehr heraus.
Angelika Bachmann, Iris Siegfried, Valerie Stab am Piano und Anne-Christin Schwarz sangen und spielten sich mit viel Spaß am eigenem Unernst in die Herzen ihres Publikums, weil Musik für sie eben eine „Herzenssache” (so der Programmname) ist.
Mit jedem Stück ihres neuen Programms verbindet die vier Musikerinnen eine persönliche Geschichte, die sie mit ihren ungewöhnlichen Arrangements und Texten – immer mit einem Augenzwinkern – erzählen. Sie erlauben sich dabei alles, was Stil hat und von Herzen kommt.
Selbst Jimi Hendrix wurde getoppt
Das Spektrum reicht von Bach, Brahms oder Piazolla über Songs von Georg Kreisler bis hin zu akrobatisch-virtuosen Einlagen, die jedem Zirkus oder Varieté zur Ehre gereichen würden. Wer glaubt, mit Jimi Hendrix' Gitarrenspiel am Hinterkopf alles gesehen zu haben, was auf einem Instrument an Extravaganz möglich ist, kann sich von Salut Salon achthändig auf dem Flügel oder vierhändig an der Geige neu inspirieren lassen. In sechs Sprachen becircten die Sängerinnen die Zuhörer. Das Piano qualmte beim Pantomimen-Spiel und auch Puppe Oscar kam immer wieder schauen, was die Damen mit fliegenden Fingern, kecken Stimmen und frecher Performance da so trieben. Weibliches Gezicke gehörte ebenso zum Repertoire wie die allerschönste, höhere Gewalt: die Liebe.
Der Hinweis auf ihre CD wurde charmant gezwischert und beim Spiel auf dem Kinderpiano und der Säge wies das Quartett auch auf seine karitativen Tätigkeiten hin. Die Schalksmühler zeigten sich dankbar für den tollen Abend und großzügig für das Projekt in Chile.
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