Landfrauen testen Grenzen aus
09.02.2012 | 18:07 Uhr 2012-02-09T18:07:00+0100Heedfeld. Von Landfrauen zu Landfrauen: Noch bevor sie sich bei ihrer Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus auf die Schliche kamen, testete ihre Chefin Christel Hegemann die Tipps der Referentin Silvia Beckmann auf Praxistauglichkeit. Entschlossen hielt sie das Alarmzeichen „Respekt“ hoch. Lautstarke Unterstützung gab es durch Pfarrerin Doris Korte, die zur Ruhe pfiff. Test bestanden.
Sowohl die Seelsorgerin aus Menden, die buchstäblich auftischte, wie die Frauen mit Grenzen und Belastungen umgehen können, als auch Doris Korte gehören zu den Landfrauen.
Die gesamte Truppe konnte auf ein ereignisreiches Jahr zurück blicken. Ulla Piepenstock berichtete über zahlreiche Treffen sowie Ausflüge und Fahrten -- einem Mix aus Information und Unterhaltung. Auch die Kasse, um die sich Barbara Heutelbeck kümmert, stimmt. Zur neuen Kassenprüferin wurde Ingrid Schmerbeck gewählt.
Wie bleibt mein Leben in Balance ?
Und dann ging’s um die Stimmungslage. „Wie bleibt mein Leben in Balance?“, auf diese Frage suchten die Frauen Antworten. Silvia Beckmann, Seelsorgerin im Klinikum Arnsberg, half dabei, sich selbst auf die Schliche zu kommen, und alle machten mit. Das Stichwort lautete Burn Out. Fünf Phasen – fünf Tische. Jeder war gedeckt mit Handfestem aus dem echten Leben. Zum Beispiel Phase eins, „es beginnt feurig“, mit Wunderkerzen und langen Streichhölzern. „Der Funkenflug wird matter“, heißt es bei Phase drei – sinnbildlich dafür Spiegel, Aspirin und Fragezeichen. Das Leben steht auf der Kippe.
Gemeinsam mit der Referentin machten die Frauen eine Erkundungstour in Sachen Lebensbewältigung. Kleine Geschichten und Übungen gaben Orientierungshilfe. Rote Ampel für trockene Theorie – grünes Licht für lebensnahe Erfahrungen. Silvia Beckmann bekannte: „Schon meine Oma war Landfrau“ und „ich bin mir selbst meine beste Kundin“.
Mit echter Landfrauen-Power starten die Frauen auf zu neuen Taten. Renate Fischer präsentierte ein abwechslungsreiches Programm. Im März geht es zur Altstadtbühne Lüdenscheid.
Verschiedene Fahrten führen die Frauen in den Bayerischen Wald, nach Frankfurt und nach Zons am Rhein. Doch auch in heimischen Gefilden sind sie unterwegs. Beim Schützenfestumzug sind sie dabei, dann wandern sie nach Großendrescheid und natürlich wird zum Erntedankfest wieder ein Baum gepflanzt.
Nicht zuletzt planen die Frauen eine Stippvisite auf dem Hof Pastoors/Schnepper in Halver -- im Blickpunkt: Melkroboter im Einsatz.
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