Kleinkunst-Abo eine echte Erfolgsstory
30.11.2009 | 17:41 Uhr 2009-11-30T17:41:43+0100Schalksmühle. Das Kultur-Abo der Gemeinde ist eine Erfolgsgeschichte. 2007 wurden 25 Prozent mehr Abonnements verkauft als im Jahr davor. 2008 stieg die Zahl der verkauften Abos nochmals um 48 Prozent.
„Erstmals waren alle Kleinkunst-Veranstaltungen ausverkauft”, freute sich Kulturbeauftragter Ekkehard Bielau am Mittwoch in der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Sport. Die Gemeinde möchte die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Der positive Trend, warnte UWG-Fraktionssprecher Bernd Müller, könne aber durch die geplante Erhöhung der Eintrittspreise gefährdet werden. „Lieber auf ein paar Euro, als auf ein paar Zuschauer verzichten”, gab er als Devise aus. In den Köpfen der Kulturfreunde dürfe sich nicht der Eindruck festsetzen, dass die Gemeinde jährlich die Preise um 15 bis 20 Prozent anhebe.
Seine Bedenken galten dem Kleinstkunst-Abo (vier Veranstaltungen), das sich von 38 auf 45 Euro verteuert, ebenso wie der Verteuerung von Einzelkarten für diese und andere Veranstaltungen von zwölf auf 14 Euro.
Bürgermeister Jörg Schönenberg begründete die Verteuerungen. Die Gemeinde wolle den bisherigen hohen Qualitätsstandard halten. Im Vergleich zu anderen Städte und Gemeinde seien die Preise „durchaus moderat”. Um den Preis von Qualitätseinbußen solle nicht gespart werden. So bleibe die Preiserhöhung als einziger Weg.
Schließlich einigte sich der Ausschuss auf einen Kompromiss. Das Kleinkunst-Abo soll wie vorgeschlagen 45 Euro kosten. Bei den meisten anderen Veranstaltungen, unter anderem im Bauernhaus Wippekühl, sollen die Preise im kommenden Jahr mit zwölf Euro stabil bleiben. Die von der Verwaltung vorgeschlagenen ermäßigten Preise werden entsprechend nach unten angepasst.
SPD-Fraktionssprecher Lutz Schäfer regte an, auf lange Sicht bei hochkarätigen Veranstaltungen wie der Lesung mit dem ehemaligen WDR-Intendanten Dr. Fritz Pleitgen ein höheres Eintrittsgeld als zehn Euro zu verlangen, um dann an anderen Stelle preiswertere Angebote zu machen.
Auch dann, so Lutz Schäfer werde in Schalksmühle immer noch „Kultur zu Kampfpreisen” geboten.
Das Kleinkunst-Abo für das kommende Jahr bietet am 12. März einen Auftritt des Duos „Kleine und Linzenich” mit ihrem Programm „Deutschstunde”. Mit Wilfried Schmickler kommt am 23. April ein weiterer Star der deutschen Kleinkunstszene. Er präsentiert sein Programm „Es war nicht alles schlecht”. „Defekte Effekte” mit Ken Bardowicks und „Das Geigen der Lämmer” mit Hinz und Kunz komplettieren das Kleinkunst-Abo.
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