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U3-Betreuung

Im Ruheraum ist es nicht immer still

06.09.2010 | 16:39 Uhr
Im Ruheraum ist es nicht immer still
Der Raum für die U3-Betreuung im Kindergarten Villa Kunterbunt. WR-Foto: Wolfgang Teipel

Schalksmühle.Die Gemeinde Schalksmühle baut die Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren weiter aus. In der Kindertagesstätte Wansbeckplatz reihen sich inzwischen sechs Mädchen und Jungen unter drei Jahren in die Kinderschar ein. In der „Villa Kunterbunt“ in Dahlerbrück sind zurzeit von sechs Plätzen fünf belegt.

Unter den insgesamt 310 Plätzen in den sechs Schalksmühler Kindertageseinrichtungen sind inzwischen 46 für Kinder unter drei Jahren ausgelegt. „Damit verzeichnen wir inzwischen eine Quote von 17 Prozent“, berichtet Gisela Weiland, Fachbereichsleiterin für Kultur, Schule und Sport in der Gemeinde. Damit stehe Schalksmühle im Märkischen Kreis ganz gut da. Die Zielvorgabe 32 Prozent liegt aber noch in weiter Ferne. „Sie muss aber nach den gesetzlichen Vorgaben bis zum Jahr 2013 umgesetzt werden.“

Die Einrichtung des Ruheraums, in dem die Jüngsten nach dem Mittagessen ein wenig schlafen, war in der „Villa Kunterbunt“ kein großes Problem. „Hier musste ein bereits vorhandener Raum lediglich ein wenig hergerichtet werden“, erläuterte Gisela Weiland gestern vor Ort. Dazu kam die Ausstattung mit kleinen Betten und Bettwäsche. Mit dem Einsatz von rund 10 000 Euro war die Sache erledigt. Die Gemeinde selbst übernimmt den gesetzlich festgesetzten Trägeranteil von zehn Prozent.

Planen mit
ungeborenen Kindern

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren steigt weiter – und das bei sinkenden Einwohnerzahlen und rückläufigen Geburtenraten. Darauf haben sich neben den kommunalen Kindergärten auch die Einrichtungen in Heedfeld, Stallhaus, an der Viktoriastraße und am Mathagen eingestellt.

Der dortige DRK-Kindergarten wird derzeit umgebaut. Bei der Planung der Betreuungsplätze hängt die Gemeinde an den Vorgaben des Märkischen Kreises. Er ist der Träger für die Jugendhilfe und weist aus dem Kontingent des Jugendhilfeplans jährlich die Plätze zu. Die nächste Abstimmungsrunde mit der Gemeinde und den Vertretern der übrigen Träger (evangelische Kirchengemeinde, Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreuz und Elterninitiative Viktoria­straße) findet im Dezember statt.

„Inzwischen planen wir ja bereits mit Kindern, die noch gar nicht geboren sind“, schmunzelt Gisela Weiland. Träger und die Gemeinde müssen sich eben rechtzeitig auf den Bedarf einstellen.

Hannelore Menzner ist im Umgang mit den Jüngsten erprobt. Mal trägt sie eins der Kleinen auf dem Arm. Mal greift sie zu einer frischen Windel, wenn ein großes Geschäft in die Hose gegangen ist. „Manchmal klappt es auch mit dem Gang zur Toilette“, sagt sie. Der Umgang mit den Kleinsten sei kein Problem. „Sie werden von den Großen in der Gruppe ohne Probleme aufgenommen und oft von ihnen umsorgt“, berichtet sie. Die Kinder sind fähig, sich gegenseitig anzunehmen. In der „Villa Kunterbunt“ zeige sich täglich außerdem: „Kinder können überall und immer etwas lernen.“

Wolfgang Teipel

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