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Neues Bearbeitungszentrum

Falkenroth will mehr Wertschöpfung

16.02.2010 | 21:34 Uhr

Schalksmühle. Die Falkenroth-Umformtechnik baut ihre Fertigungstiefe aus.

Das Unternehmen, das zur indischen Mahindra Forgings Europe AG gehört, hat ein zweites vollautomatisches Bearbeitungszentrum angeschafft, mit dem es seine Schmiedeteile selbst bearbeitet und veredelt. Hersteller ist der Werkzeugmaschinenbauer Okuma.

Das acht Tonnen schwere Bearbeitungszentrum wurde am vergangenen Donnerstag angeliefert. Ein großer Kran hievte das Gerät in die mechanische Bearbeitung des Unternehmens an der Volmestraße. Gestern wurde die Steuerung einstellt und überprüft. Heute soll das Bearbeitungszentrum seine Arbeit aufnehmen. Es wird der Falkenroth Umformtechnik helfen, Zeit und Geld zu sparen. Zusätzlich soll die Investition in diese Anlage dazu beitragen, mehr Arbeit im Haus zu halten.

„Wir wollen die Wertschöpfung im Unternehmen erhöhen”, sagt Falkenroth-Geschäftsführer Rolf Wirfler. „Dem Kunden unsere Schmiedeprodukte zu präsentieren, reicht einfach nicht mehr.” Dazu kommt: Zahlreiche Unternehmen, die bisher Falkenroth-Teile veredelt haben, verfügen aufgrund der Wirtschaftskrise nimmt mehr über erforderliche Kapazität.

Für Rolf Wirfler zählt die einfache Rechnung: „Mehr Wertschöpfung erzielen wir nur, wenn wir mehr Produkte selbst bearbeiten und veredeln.”

Dazu soll die Maschine in der mechanischen Bearbeitung einen wichtigen Beitrag leisten. Sie entlastet ein vorhandenes Zentrum, an dem zurzeit dreischichtig und auch an Samstagen gearbeitet wird.

Zum Falkenroth-Programm sind 2009 rund 110 Neuteile hinzugekommen. Sie liefern ein weiteres Argument für die Neuanschaffung. Sie sollen weitgehend im Haus weiter verarbeitet werden. „Genug Arbeit für die beiden Bearbeitungszentrum ist also vorhanden”, betont Michael Schwalm, Leiter der mechanischen Bearbeitung.

Qualitätteile für

Nischenmärkte

Das Wort Krise können Schwalm und Geschäftsführer Wirfler kaum noch hören. „Man sollte es am besten streichen” sagen sie. Allerdings ist die Flaute auch an der Falkenroth-Umformtechnik nicht spurlos vorübergegangen. Anpassungen sind bereits erfolgt. Zurzeit sind 117 Mitarbeiter beschäftigt. „Allerdings haben wir weniger als zehn Prozent Kurzarbeit”, sagt Rolf Wirfler.

Es zahle sich aus, dass der weitaus größte Teil der Falkenroth-Fertigung nicht in die kriselnde Autoindustrie geht. Die Gesenkschmiede-, Fließpress- und Stauchteile gehen weltweit in die unterschiedlichsten Nischemmärkte.

Der Schwerpunkt der Falkenroth-Kunden ist Flurförderfahrzeuge, Bergbautechnik, schienengebundenes Transportwesen sowie Anhänger- und Trailerbau tätig. Dabei reichen die Teile, die das Werk zwischen Volmestraße und Asenbach verlassen, von rund 200 Gramm leichten Flanschen für Pkw und Lkw bis zu schwergewichtigen Kettengliedern. Sie werden an Abraummaschinen montiert, die die Kohle aus dem Flöz reißen.

„Der Mutterkonzern unterstützt uns stark bei unseren Plänen”, betont Geschäftsführer Rolf Wirfel. Mit dieser Unterstützung und der veränderten Ausrichtung der Falkenroth-Umformtechnik werde man durch die Krise kommen.

Die persönliche Einschätzung des Geschäftsführers für die Schmiedebranche: „Der Tiefpunkt ist erreicht. Es wird von einem niedrigen Niveau aus aufwärts gehen.

Wolfgang Teipel

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