Dank vom Angeklagten per Handschlag
31.07.2008 | 18:56 Uhr 2008-07-31T18:56:00+0200Schalksmühle. Am dritten Verhandlungstag im Betrugsverfahren gegen einen Polizeibeamten aus Schalksmühle wurde am Donnerstag unter anderem ein Kfz-Sachverständiger aus Dorsten vernommen.
Schalksmühle. Am dritten Verhandlungstag im Betrugsverfahren gegen einen Polizeibeamten aus Schalksmühle wurde am Donnerstag unter anderem ein Kfz-Sachverständiger aus Dorsten vernommen.
Nach sechs Unfällen, in die der Angeklagte im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2003 verwickelt gewesen sein soll, hatte der Zeuge die Gutachten über die Schadenshöhe an den jeweiligen Unfallfahrzeugen des Angeklagten erstellt. Im April 2000 entstand bei einem Crash an der Bräuckenstraße am Porsche Carrera des Beschuldigten ein Sachschaden in Höhe von 20 940 DM. Im Mai des gleichen Jahres entstand an seinem VW Golf bei einem Unfall Totalschaden, Reparatursumme 2 800 DM und im Juli 2000 war es wieder der Porsche des Angeklagten, bei dem nach einem Zusammenstoß ein Schaden von 19 000 DM festgestellt wurde. Weiter ging es im Februar 2003 und im April 2003, als nach zwei Unfällen jeweils Schäden in Höhe von 3200 und 4700 Euro entstanden sind. Dieses Mal war der BMW 320 D des Beschuldigten im Spiel. Eine Kfz-Werkstatt im Ruhrgebiet, die sich auf Autos der Marke Porsche spezialisiert hatte, übernahm die Reparaturen. Eine Firma, mit der der Sachverständige häufig zusammengearbeitet hatte, die inzwischen aber Konkurs angemeldet habe. Die Frage des Vorsitzenden Richters am Lüdenscheider Amtsgericht, Jürgen Leichter, ob er als Sachverständiger keinen Verdacht geschöpft hätte, nachdem ihm drei Mal der gleiche Porsche vorgeführt worden sei, verneinte der 62-Jährige. Auch der ehemalige Mitinhaber der KFZ-Werkstatt sagte aus, sich „um Gottes Willen„ keine Gedanken über die häufigen Unfälle des Kunden gemacht zu haben.
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