Bald Konkurrenz um die Kinder
27.11.2009 | 22:18 Uhr 2009-11-27T22:18:00+0100Schalksmühle. Die Schalksmühler Kindergärten leeren sich und folgen damit dem anhaltenden Trend der sinkenden Geburtenraten. Von 326 Plätzen in den sechs Einrichtungen sind zurzeit 300 (Stand 15. September) belegt.
Im Vorjahr besuchten 322 Mädchen und Jungen Kindergärten im Gemeindegebiet. Damals standen noch 335 Plätze zur Verfügung.
Bürgermeister Jörg Schönenberg fürchtet, dass die Einrichtungen um Kinder konkurrieren werden, wenn diese Entwicklung anhält.
Darauf, dass ein neuer Trend die Lage entspannt, kann er nicht hoffen. Die Geburtenrate in der Gemeinde folgt dem Muster der demografischen Entwicklung. So wurden in Schalksmühle 1997 noch 126 Geburten gezählt. Im Kalenderjahr 2005 waren es nur noch 85. 2006 sank die Zahl auf 80.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Belegung der Kindergärten. So hat sich die Zahl der Plätze im DRK-Kindergarten von 75 auf 70 verringert, die Zahl der belegten Plätze von 67 auf 62. Im Awo-Kindergarten ist die Zahl der Plätze mit 65 stabil geblieben. Die Zahl der belegten Plätze sank von 68 auf 62. Von den 70 Plätzen im Ev. Kindergarten Heedfeld (Stand unverändert) waren im vergangenen Jahr 69 belegt. In diesem Jahr sind es 62. 17 Mädchen und Jungen besuchen in diesem Jahr den Kindergarten Dahlerbrück. Im Vorjahr waren es 20. Die Zahl der Plätze hat sich hier von 25 auf 23 verringert. Auch der Kindergarten Wansbeckplatz bleibt von diesem Trend nicht verschont. Er bietet unverändert 65 Plätze an. Davon waren im vergangenen Jahr 62 belegt. In diesem Jahr sind es 56.
Eine Ausnahme bildet der Kindergarten der Elterninitiative Junges Gemüse. Er hat 35 Plätze und ist voll belegt. Auch 2008 lag die Belegung bei 100 Prozent.
„So wird es immer schwieriger unter den vier verschiedenen Trägern einen Ausgleich zu schaffen”, erklärte Bürgermeister Jörg Schönenberg am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Schule. Es werde ebenfalls zunehmend problematisch, das Angebot gleichmäßig im weitläufigen Gemeindegebiet zu verteilen. Schönenberg sieht die Entwicklung mit Sorge. Vorläufig formuliert er es noch vorsichtig: „Wir müssen damit rechnen, dass die Träger untereinander in Konkurrenz um die Kinder treten.”
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