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Gedenkstätte

Abgeschieden, aber immer sichtbar

08.09.2010 | 17:47 Uhr
Abgeschieden, aber immer sichtbar
Das Ehrenmal am Friedhof Wippekühl. Der Heimat- und Geschichtsverein erinnert an die Grundsteinlegung vor 80 Jahren. Weitere Erinnerungstafeln kamen 1999 hinzu.

Schalksmühle.Es ist stets zu sehen und liegt doch ein wenig abgeschieden: das Ehrenmal am Friedhof Wippekühl. Am Dienstag jährte sich der Tag der Einweihung zum 80. Mal.

Mit dem Platz am Friedhof haben die Erbauer der Gedenkstätte vor über acht Jahrzehnten den Platz gefunden, den sich der Berliner Architekt und Bildhauer Hans Dammann für sein Werk erträumt hatte.

Zwei Jahre Bauzeit

Er schlug der Gemeinde damals vor, einen Platz zu wählen, „auf dem man das Ehrenmal von weitem sieht und wo es doch abgeschieden und still liegt“. Dieses Szenario gilt noch heute für den Standort am Friedhof.

Bei den ersten Gesprächen über eine Gedenkstätte, die an die Toten des Ersten Weltkrieges erinnern sollte, war zunächst auch ein Platz vor dem Chor der Kirche im Gespräch. Der Denkmalausschuss sprach sich schließlich doch für den Standort am Friedhof Wippekühl aus.

Der Bevölkerung wurden damals in einem Schaufenster mehrere Entwürfe vorgestellt, darunter auch der des Berliner Architekten und Bildhauers Hans Dammann. Er schrieb damals in einem Brief an die Gemeinde: „Ein solches Ehrenmal gehört in die Natur – in die Einsamkeit, wo Andacht möglich ist. Nun hat Schalksmühle das seltene Glück, einen Platz zu besitzen, einen Platz, auf dem man das Ehrenmal stets von weitem sieht, und wo es doch abgeschieden und still liegt.“ Dem folgte der Denkmalausschuss und erteilte Dammann später den Auftrag.

Am 30. Juni 1928 wurde der Grundstein für die Gedenkstätte gelegt. Die Ausführung nach den Plänen Dammanns übernahm schließlich das Schalksmühler Unternehmen Gödersmann. Nach einer Bauzeit von wenig mehr als zwei Jahren wurde es schließlich am 7. September 1930 seiner Bestimmung übergeben.

Beim Volkstrauertag 1997 regte Günter Dunkel an, mit Hilfe der Seniorenabteilung des Schalksmühler Turnvereins weitere Ehrentafeln mit den Namen der Schalksmühler Opfer des Zweiten Weltkriegs anfertigen zu lassen. Darauf sollen die Namen der toten Soldaten und auch der Opfer aus der Zivilbevölkerung verzeichnet sein.

Diesen Vorschlag nahm schließlich der Heimat- und Geschichtsverein Schalksmühle auf. Er übernahm in Abstimmung mit den Altersturnern die Federführung und ließ durch Spenden finanzierte vier weitere Ehrentafeln anfertigen. Sie tragen die Namen von 429 Kriegsopfern aus der Zeit zwischen 1939 und 1945. Diese Ehrentafeln wurden am Volkstrauertag 1999 übergeben.

Eigener Bericht

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