Zelt im Dorf war überfüllt
22.02.2012 | 16:49 Uhr 2012-02-22T16:49:00+0100
Mehr. Hardy Baumann: „Mehr kann alleine den Ansturm aus den umliegenden Ortschaften nicht stemmen.“
Auch in Mehr wurde nach dem Rosenmontagszug Bilanz gezogen. Denn wie berichtet hat es die Jugendlichen aus allen Ortschaften in das Zelt nach Mehr gezogen. Und hier wurde es richtig eng.
Wirt Hardy Baumann, der das Zelt bewirtschaftet, appelliert, im kommenden Jahr auch in den anderen Ortschaften, insbesondere in Rees, Alternativen zu bieten. „Wie ich gehört habe, war weder in Bienen noch in Haldern oder Millingen etwas los. Und so drängten alle in unser Zelt.“ Was Probleme machte: „Als unsere Wagenbauer und Gruppen aus Haffen zurückkamen und bei uns ins Zelt wollten, war es überfüllt. Klar, dass die Einheimischen darüber sauer sind.“
Unerfreulich war auch, dass viele junge Leute sich in Rucksäcken ihre Getränke mitbrachten und so unkontrolliert Alkohol konsumierten. „Zwischenzeitlich mussten wir nach Rücksprache mit den Ordnungsbehörden das Zelt schließen und sogar die Straße für den Verkehr sperren“, berichtet Hardy Baumann. Er vermutet, dass es im kommenden Jahr für das Zelt verschärfte Auflagen geben könnte.
Als die Mehrer Wirte Hardy Baumann und Albert Bömer die Idee hatten, ein Zelt für die Karnevalstage zu errichten, fanden sie die volle Unterstützung im Dorf. „Danach hat sich ja der Karnevalsverein gegründet.“ Das Zelt steht wenige Meter versetzt vom Schützenfestzelt, das ebenfalls traditionell im Dorf aufgestellt wird. „Das geht nur, wenn man das komplette Dorf hinter sich hat“, weiß Baumann, der wenig Verständnis dafür hat, dass in Rees keine Alternative für Jugendliche geboten wurde. „Per Handy haben sie sich kurzgeschlossen und gehört: In Mehr ist was los. Also fuhren die Jugendlichen mit dem Rad zu uns. Was auch am schönen Wetter lag. Aber Mehr allein kann den Ansturm nicht stemmen.“
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