Das aktuelle Wetter Rees 9°C
Konzert

Wie Lucy Rose den Thron erklimmt

04.10.2012 | 16:22 Uhr
Wie Lucy Rose den Thron erklimmt
Lucy Rose verzauberte das Publikum in der Haldern Pop Bar.

Haldern.   Die englische Nu-Folk-Sängerin verzaubert das Publikum der Haldern Pop Bar. 80 Gäste spendierten viel Beifall

Als der Schlagzeuger gegen 20 Uhr von seiner Jogging-Runde durch Haldern zurückkehrte, hatte er schlechte Nachrichten im Gepäck: „Lucy, ich bin an der Haldern Pop Bar vorbeigelaufen. Da ist noch keiner!“

Doch Lucy Rose konnte beruhigt sein, als sie gegen 21 Uhr die Bühne betrat. Es war doch voll in der Pop Bar. Rund 80 Gäste waren gekommen, um die Ausnahmesängerin auf der Durchreise von Berlin nach Wien im Dorf zu hören. Sie wurden dafür belohnt, trotz Dauerregen den Weg an die Lindenstraße gefunden zu haben. Was für eine atemberaubende Stimme! Es gab viel Applaus für die Nu-Folk-Sängerin, die auch beim Bombay Bicycle Club mitsingt.

Als die kleine Rothaarige die Bühne betrat, hätte man sie mit einer Schülerpraktikantin verwechseln können. Die 23-Jährige könnte auch 16 sein. Sie wirkte zunächst zerbrechlich. Eigens für sie wurde sogar ein ziemlich hohes Podest auf der Bühne errichtet. So konnte sie im Sitzen Gitarre spielend Blickkontakt zu allen Gästen aufnehmen. Das Publikum konnte mit den ersten Tönen ohnehin die Augen nicht mehr von ihr nehmen. Plötzlich hatte Lucy Rose eine wahnsinnige Präsenz. Sie singt wie ein Engel mit unschuldig-lieblichem Vibrato. Das Podest wirkt nun wie ein Thron, den sie erklommen hat.

Auch ihre vierköpfige Band musste sich nicht verstecken. Gitarren, Keyboard, Schlagzeug und Co. wurden gekonnt akzentuiert. Schöne Melodien mit perfekten Tempiwechseln ließen nie Langeweile aufkommen, zumal punktuell rockige Passagen gut ankamen.

So kann es gehen: Lucy Rose hatte sich schon auf das Schlimmste eingestellt, als der Schlagzeuger von der leeren Bar berichtete. Am Ende war es ein umjubelter Abend: „Ihr seid so aufmerksam“, freute sich die Künstlerin. Typisch Pop Bar.

Marco Virgillito

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7163126/create

  • (am 25.04.2013 um 03:39)
Umfrage der Woche
Herbert Knebel, Comedian Harmonists, „The King’s Speech“ oder Ralf Schmitz – die Kulturbetriebe Emmerich (KKK) setzen in ihrem Programm im Stadttheater auf Garanten. Oder zumindest solche Shows, Stücke und Künstler, die kein Risiko darstellen. Denn ein defizitäres Kulturangebot zu subventionieren fällt Emmerich immer schwerer. Inwieweit spricht Sie das Emmericher Kulturangebot an?

Herbert Knebel, Comedian Harmonists, „The King’s Speech“ oder Ralf Schmitz – die Kulturbetriebe Emmerich (KKK) setzen in ihrem Programm im Stadttheater auf Garanten. Oder zumindest solche Shows, Stücke und Künstler, die kein Risiko darstellen. Denn ein defizitäres Kulturangebot zu subventionieren fällt Emmerich immer schwerer. Inwieweit spricht Sie das Emmericher Kulturangebot an?

So haben unsere Leser abgestimmt

Sehr! Ich gehe regelmäßig hin.
26%
Manches spricht mich schon an, aber nicht alles.
19%
Das Angebot ist gut, aber ich schaffe es zu selten, hinzugehen.
28%
Die Kultur in den Nachbarstädten ist spannender.
2%
Das, was mich interessiert, findet nur in Großstädten statt.
10%
Interessiert mich nicht.
15%
105 abgegebene Stimmen
 
Fotos und Videos
Unfall auf der B 8
Bildgalerie
Vier Verletzte
Aufstiegsspiel des TTV Rees-Groin
Bildgalerie
Tischtennis
Karneval 2013
Bildgalerie
Rosenmontagszug
Karneval 2013
Bildgalerie
Rosenmontagszug
Aus dem Ressort
Tapetenwechsel für mehr Teilhabe
Inklusion
Martina Idink lebt noch in einer Wohnung der Lebenshilfe in räumlicher Nähe zum Wohnheim. Derzeit bemüht sie sich um eine Wohnung auf dem freien Markt.
Honig für die Sinne
Konzert
In ihren Park in Rees-Groin lädt die Lebenshilfe Unterer Niederrhein für den 15. Juni zu einem besonderen Konzert ein.