Wenn nur Papier zählt ...
10.07.2009 | 10:14 Uhr 2009-07-10T10:14:00+0200Michael Scholten, freier Journalist aus Rees, hat in einem Jahr fast die ganze Welt bereist. Seine Reiseberichte schrieb er auch für die NRZ. Doch die Krönung von Bürokratie und Inflexibilität erlebte er vor einem gebuchten Flug von Mallorca nach Weeze. Ein Fall, der sein Toleranzvermögen übersteigt
Rees. Der Reeser arbeitet seit einigen Jahren für die ZDF-Online-Redaktion von „Wetten, dass..”. Was bedeutet, dass er die Interviews mit den promineten Gästen vorbereitet und Backstage-Splitter schreibt. So war er auch für die Sendung vom 13. Juni nach Mallorca geflogen. Sein Rückflug mit Condor war eigentlich für Dienstag nach Düsseldorf gebucht. Da ihn jedoch seit seiner Rückkehr aus Kambodscha starke Kopfschmerzen plagten, entschloss er sich Sonntagnacht, bei Ryanair für Montag online einen Flug nach Weeze zu buchen, um am Abend noch einen Arzt aufsuchen zu können.
Gesagt, getan. Dass der Billigflug schließlich gar keiner war, da er sowohl für sein Gepäck, als auch für die Online-Buchung und die Bezahlung per Kreditkarte („eine andere Möglichkeit wird gar nicht angeboten”) Aufschläge bezahlen musste, sah Reporter Scholten noch ein. Als er allerdings nach abgeschlossener Buchung las, dass er nun eben diese ausdrucken muss, gab's ein Problem. Einen Drucker hatte er natürlich nicht. Als er am Morgen beim Auschecken darum bat, die gespeichterte Buchung ausdrucken zu dürfen, stellte sich heraus, dass dieses im Hotel nicht möglich war. So suchte er ein Internetcafe.
Kein Drucker in Sicht
Doch auch hier gab es keinen Drucker. So machte er sich zwei Stunden früher als nötig auf den Weg zum Flughafen, um dort die geforderten Formalitäten zu erledigen. „Hier gab es aber kein Businesscenter, wo ich den Zettel hätte ausdrucken können. So empfahl man mir zu warten, bis der Ryanair-Counter öffnet.” Als dieser schließlich besetzt war, verlangte man für das Fehlen des Buchungsausdrucks erst 40, schließlich 20 Euro. „Dabei stand ich mit aufgeklapptem Laptop vor dem Counter und zeigte meine Buchung mit Buchungsnummer.” All das half nicht, Scholten musste 20 Euro bezahlen, der Wisch wurde natürlich nicht mehr ausgedruckt.
Allerdings versicherte man ihm, dass die 20 Euro ersetzt würden. Dann erhielt er ein Kärtchen mit der Beschwerdeanschrift in Dublin. „Man muss sein Anliegen schriftlich vortragen. Was allerdings nur per Fax möglich ist.” Als Antwort auf sein Schreiben erhielt er eine formlose Mail, in der die Gebührenvorschriften erklärt wurden. Mehr nicht. Und Geld wurde bis heute nicht erstattet. „In der ganzen Welt geht man davon ab, mit Papier zu arbeiten.” Schließlich ist Scholten mit Hunderten von Airlines geflogen, Flüge, die auch online zu buchen waren.
„Die Fluggäste von Ryanair sollten auf keinen Fall ihre Buchungsunterlagen vergessen und sich vor der Buchung die Gebührenordnung genau durchlesen”, rät der Weltreisende. Denn Ausnahmen sind grundsätzlich ausgeschlossen.
12:59
Ich finde den Artikel von Elisabeth Hanf tendenziös und verdummend. Einfach niveaulos. Schimanski
sollte seine Werbekampagne mit der NRZ zurück
ziehen !!
16:40
Die böse Ryanair...
Wetten dass...
die Umbuchung bei Condor mehr gekostet hätte, als die neue Buchung incl Gebühren und Gepäck.
der Jounalist die Bedingungen von Ryanair lesen hätte können
in Deutschland kein Arzt auf Ihn gewartet hat, da der Flieger erst nach 19.00 gelandet ist.
der Bericht in dritter Person von Herr Scholten geschrieben wurde
Da Herr Scholten ein vielreisender und erfahrener Reisender ist und auch gewusst hat,dass das Gepäck gesondert zu bezahlen ist, konnte wirklich nichts weiteres hinzukommen, ausser durch eigene Dummheit, und die kann man wahrlich keiner Firma zuschreiben, auch nicht Ryanair.- Internetfahrscheine der deutschen Bundesbahn sollte man auch gefälligst in ausgedruckter Form bei sich haben, oder?
Schade dass eine Zeitung so einseitig berichtet.
Grüsse von Klaus Eger
14:51
Tja, was soll man dazu sagen?
Der arme Herr Scholten- die arme Ryanair
Er kann doch nicht der Fluggesellschaft die Schuld dafuer geben, dass er nicht dazu in der Lage war auf Mallorca einen funktionierenden Drucker zu finden, oder?
Das erinnert mich ein bisschen an die Geschichte, wo jemand in Prestwick, aus Beleidigung ueber die Gebueren fuer Uebergepaeck, seine Hemden in den Muell warf.
Wenn Herr Scholten doch so viel fliegt, dann muesste er doch eigentlich wissen, wie es geht?
Hunderte von Fluggesellschaften-wieviel gibt´s eigentlich ueberhaupt- haben doch auch wieder Hunderte von Regeln, die von einander abweichen.
Eigentlich sollte der Herr Scholten doch froh sein, denn die Heimfahrt von Duesseldorf nach Rees dauert laenger und ist auch teurer, als der Rueckweg von Weeze und die €20,-, die er fuer das Ausstellen seiner Bordkarte bezahlt hat.
Ausserdem hat er wieder etwas gelernt und weiss jetzt, dass mann zum Ausdrucken einer Bordkarte auch einen Drucker braucht- Nicht nur bei Ryanair!
Gruesse von Frank Sprenger
Vielflieger & Selbstzahler :-)