Was rollt da auf uns zu?
06.01.2012 | 15:19 Uhr 2012-01-06T15:19:00+0100
Haldern. Die CDU Haldern versprach den Bürgern, bei der Stadt um alternative Zeiten zur Einsicht der Betuwe-Unterlagen zu bitten.
Was rollt da eigentlich mit der Betuwe auf uns zu? Im Groben wissen das die Halderner, aber es bleiben mehr Fragen als es Antworten gibt.
Das wurde bei der Bürgerversammlung der CDU Haldern deutlich. Etwa 30 Bürger hatten den Weg in das Hotel Lindenhof gefunden, um sich über die Offenlage und ihre Möglichkeiten der Stellungnahme zu informieren.
Vermesser betraten ohne Erlaubnis den Garten
Doch darum ging es zunächst gar nicht. Vielmehr gab es seitens die Bürger Fragen zu den Betuwe-Plänen an die Politiker. Wie nah kommt man mit einem Fahrzeug an den Bahnsteig ran, wenn man jemanden abholen möchte? Wird es eine behindertengerechte Rampe gehen? Warum waren Vermesser in meinem Garten und warum wurde ich vorher nicht darüber informiert? Thomas Dierkes, Halderner CDU-Ortsverbandschef, und die beiden Ratsherren Theo Kersting und Klaus Syberg mühten sich, Licht ins Informations-Dunkel zu bringen. „Aber jede Frage können auch wir nicht beantworten“, musste Thomas Dierkes, Halderner CDU-Ortsverbandschef, passen. Selbst die Politik kenne die genauen Pläne der DB noch nicht. Die würden erst mit der Offenlage vom 10. Januar bis 9. Februar, endgültig klar werden.
Wie berichtet, werden die Pläne, Zeichnungen und Gutachten vier Wochen lang im Raum 201 ausliegen. „Ich sehe gar nicht ein, dass ich mir auch noch einen Tag dafür frei nehmen soll“, wurde laut. Man könne doch wohl als Service erwarten, dass die Unterlagen auch an einem Samstag und an einem Abend in der Woche im Rathaus einsehbar wären. Syberg nahm die Anregung auf und versprach, mit der Verwaltung darüber zu sprechen.
Die CDU-Lokalpolitiker rieten ihren Zuhörern, von ihrem Recht, Stellungnahmen abzugeben, reichlich Gebrauch zu machen. „Und sie sollten individuell von Einzelpersonen abgefasst sein“, sagte Syberg, damit diese nicht pauschal abgehandelt werden könnten. „Ein Fachanwalt kann da gute Tipps geben“, fügte er hinzu. „Und wer soll den bezahlen?“ kam promt die Nachfrage.
Ärger wurde auch darüber laut, dass die Bahn AG – baut sie nach geltendem Recht – im Ergebnis einen Bonus von fünf DBA Lautstärke gegenüber dem Straßenbau genießt. „Man sollte die Baumaßnahme so lange verzögern, bis dieser Bonus ausläuft“, hieß es. „Keine gute Idee“, riet Kersting. Dann werde das Problem der geschlossenen Schranken bleiben – bei immer näher rückender Blockverdichtung.
14:12
Ich staune immer wieder, dass nur so wenige Betroffene bei den Veranstaltungen zur Betuwe zu finden sind. Hier 30 Personen. Hat man etwa schon resigniert?