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Trockenen Fußes rund ums Meer

06.09.2010 | 18:13 Uhr

Haldern.Die Initialzündung kam vom Lauftreff im Lindendorf. Die Läufer des SV Haldern arbeiten schon seit mehreren Jahren an dem Konzept einer ganzjährigen Laufstrecke rund ums Reeser Meer.

Inzwischen hat das Kind sogar einen Namen. „Laufpark Reeser Meer“ soll das Projekt heißen, für das sich jetzt auch die Politik stark macht.

„Wir möchten, dass der Weg um das Reeser Meer auch in den Monaten genutzt werden kann, wenn Frost und Regen die Wege an bestimmten Stellen unpassierbar machen“, argumentiert Lauftreffkoordinator Jürgen Recha. „Besonders zwischen dem Einstieg in Haldern und dem Wahrsmannshof, sowie zwischen Bellinghoven und der ‘Liebesinsel’ in Sonsfeld hat man keine Chance, ohne nasse Füße den Weg zu passieren.“

Unterstützung für diese Idee fand Jürgen Recha vielerorts. Denn das Konzept ist stimmig. So soll auf der Strecke der dämpfende Natur-Untergrund erhalten bleiben. Überhaupt soll der Leitspruch „Sport mit und in der Natur“ hier seine Umsetzung finden. Spaziergängern, Walkern, Joggern, Läufern oder Radfahrern steht der Rundweg offen. Bedacht wurde auch, die Strecke für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen.

Drei Einstiege in die zehn Kilometer lange Laufrunde ums Reeser Meer sieht das Konzept vor. Diese sind die Weggabelung Wahrsmannshof in Rees, in Haffen-Mehr ein Zugang in Höhe des vor wenigen Jahren errichteten Stegs und in Haldern am Ende der Milchstraße. An den Einstiegstellen sollten Parkmöglichkeiten eingerichtet werden. Hier könnten Hinweistafeln mit Informationen über die Strecke und Naturgegebenheiten aufgestellt werden.

Straßenlaternen
mit Zeitschaltuhr

Mit Beginn der Dämmerung könnten solarbetriebene LED Straßenlaternen mit Zeitschaltuhr die Fläche des Einstiegs beleuchten. Auf der Strecke sollen Kilometermarkierungen angebracht werden, die von jedem der drei Einstiege individuell genutzt werden können. Der bestehende Laufweg müsste im Süden erweitert werden, um die 10-km-Runde zu komplettieren.

Anfang des Jahres wurde mit Experten der Stadt Rees und Mitgliedern der beteiligten Vereine eine Ortsbegehung durchgeführt, um die Veränderungen des Weges, aber auch dessen Wartung und neue In-stallationen aufzunehmen.

Und noch ein Problem steht im Raum. Im Bereich Bellinghoven ist der Weg in den Monaten Dezember bis Februar wegen der Wildgänse ge- sperrt. Alle Beteiligten glauben aber, dass Läufer und andere nicht motorisierte Nutzer die Gänse nicht stören. Dazu muss aber eine Verträglichkeitsprüfung für FFH und Vogelschutz erbracht werden. Wenn das Ergebnis vom Kreis vorliegt, will das Team die genauen Kosten anhand von Angeboten ermitteln, um dann die Sponsoren ins Boot zu holen.

DerWesten

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