Tickets fürs Haldern Pop werden wohl teurer
13.08.2011 | 13:50 Uhr 2011-08-13T13:50:19+0200
Rees. Knapp 40.000 Euro haben die seit der Loveparade-Katastrophe verschärften Sicherheitsmaßnahmen das Haldern-Pop-Festival gekostet. Deshalb könnten 2012 die Eintrittskarten teurer werden. Die Veranstalter planen eine Film-Doku über das Festival.
Am Rande des Haldern Pop Festivals in Rees-Haldern, das am Samstag in der Nacht endet, verkündete Chef Stefan Reichmann, dass man eine eigene Dokumentation erstellen wolle. Hierzu werde bereits ausgiebig gefilmt. Über die Internetplattform Sellaband.de sollen Freunde und Gönner des Festivals die Möglichkeit erhalten, das Projekt finanziell zu unterstützen.
Spender könnten dann etwa erste Filmsequenzen exklusiv sehen. Bis zu 100.000 Euro sollen auf diese Weise zusammenkommen, hofft Reichmann. Laut Pressesprecher Wolfgang Linneweber könnte die Doku „ein abendfüllender Film“ werden von über 90 Minuten. „Ein Manifest für das Lied“, ergänzt Reichmann.
Es werden sowohl Konzertmitschnitte als auch Interviews einbezogen. Es sei gut vorstellbar, dass die Doku mit dem wahrscheinlichen Titel „Zuhören – die stille Revolution“ im Programmkino begleitet von einem Konzert läuft. Gerne auch im Fernsehen. Unterstützt wird Haldern Pop vom Künstlerduo SpringerParker, das ja im Frühjahr die Doku „Feine kleine Dorfmusik“ über das Festival 2010 ins Fernsehen brachte. Im Winter soll der Streifen fertig sein.
Sicherheitspersonal verdreifacht
Erstmals hat Reichmann verraten, wie viel mehr die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, die seit der Loveparade-Katastrophe erforderlich sind, kosten: 38.000 Euro. Das Sicherheitspersonal wurde zum Beispiel verdreifacht. Die Zeltplätze müssen beleuchtet werden. Es sei gut möglich, dass die Festivalkarten allein deshalb im nächsten Jahr teurer werden.
Die Biergarten-Tageskarten werden wohl eine einmalige Geschichte bleiben. Haldern Pop hatte für Freitag und Samstag je 300 Tageskarten zu zehn Euro angeboten. Die Sicherheitsvorgaben verbieten nämlich den bisher üblichen freien Zugang zum Biergarten. Die Tageskarten waren die einzige Chance, Menschen aus der Umgebung, die keine Festivalkarte haben, etwas Festival-Luft schnuppern zu lassen. Das Angebot ist allerdings nicht in dem Maße auf Interesse gestoßen, wie Reichmann es erhofft hatte.
Konzerte in der Kirche könnte es im nächsten Jahr auch wieder geben. Allerdings dann mit Zugang nur für Karteninhaber. Am Donnerstag hatte man es nicht so eng sehen wollen, um gerade den älteren Bürgern Halderns nicht den Weg in ihre Kirche zu versperren. Dies wurde aber im Vorfeld öffentlich nicht verkündet.
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