Siskiyou bot herrlichen Folk
26.11.2010 | 17:58 Uhr 2010-11-26T17:58:00+0100
Haldern.Rund 50 Besucher der Haldern Pop Bar genossen ruhige Melodien bei Siskiyou und Homemade Empire.
Schon mal eine Säge weinen gehört? Ja, Donnerstagabend in der Haldern Pop Bar, können rund 50 Besucher antworten. Die kanadische Band Siskiyou bot herrlich gequälten Folk. Wobei Bart de Kroon, alias Homemade Empire, aushalf und für ein Lied die Säge zum Streichinstrument verwandelte.
Zum allerersten Mal betrat Siskiyou eine deutsche Bühne. Das Publikum wurde schnell warm mit dem leidenden Gesang von Colin Huebert, der perfekt abgestimmt mit der mal hohen, mal hauchenden Zweitstimme des Schlagzeugers Peter Carruthers harmonierte. Besonders, wenn Erik Arnesen das Banjo in die Hand nahm, schlug der Folk-Sound durch. Handwerklich sehr bodenständig bestach die Formation durch gutes Timing und gelungene Intonation. Insgesamt erinnerten die Lieder an Bands wie Arcade Fire oder auch Modest Mouse.
Ein bisschen Mythos gefällig? „Was ist das deutsche Äquivalent zu Big Foot?“, wollte Arnesen vom Publikum wissen. „Steven“, rief ein Zuschauer mit Verweis auf Steven Kruiijff, dem großen, vollbärtigen Geschäftsführer der Bar.
Schon im Vorprogramm führte der Singersongwriter Homemade Empire in die Stimmung des Abends ein: Der Gesang von Bart de Kroon ist wahrlich die Quintessenz der Weinerlichkeit. Der Geschichtenerzähler spielte die Gitarre zur Begleitung nur minimalistisch. Verträumte, nachdenkliche und vor allem ruhige Melodien standen im Fokus.
Übrigens: Die Haldern Pop Bar sucht noch einen Wirt, der als Angestellter arbeitet. Der letzte reiste weiter nach Berlin. Interessenten können sich in der Bar vorstellen.
0mitdiskutieren