Selah Sue mit viel Soul und Punk-Poesie mit dem Trio 206 beim Haldern Pop
12.08.2011 | 19:50 Uhr 2011-08-12T19:50:00+0200
Rees.Noch bevor die bekannten Bands am Freitagabend beim Haldern-Pop-Festival in Rees-Haldern auftraten, gab es für die Besucher bereits vielfältige musikalische Eindrücke - unter anderem mit Selah Sue, Bodi Bill oder Golden Kanine.
Die großen Namen am Freitagabend standen noch bevor, da hatten die Besucher des Haldern-Pop-Festivals in Rees-Haldern schon eine äußerst vielfältige Musikreise hinter sich. Die größte Aufmerksamkeit errang Selah Sue aus Belgien. Mit einem Cocktail aus R’n’B und Rock erheiterte sie die Regen geplagten Gemüter der rund 6500 Festivalbesucher. Mit viel Soul in der Stimme und Groove im Blut.
Bodi Bill aus Berlin wollten viele nicht verpassen. Längst hat sich die Band auch außerhalb der Hauptstadt einen Namen gemacht. Das Trio zelebriert seine sphärischen Klänge mit den elektronischen Beats geradezu. Die Musik ummantelt die starke Stimme von Fabian Fenk, der mit einem überdimensionalen Knochen die Bühne betrat. Auch Tiermasken und Felle ließen nicht lange auf sich warten. Das Publikum sah sich interessiert an, was Bodi Bill da für ein Hokus-Pokus veranstalteten. Und wippte kollektiv mit.
Keine leichte Rolle fiel Golden Kanine aus Schweden zu. Sie eröffneten die Hauptbühne für das Festival. Die Folk-Rocker spielten viele flotte und launige Stücke zum Mitklatschen und warm werden. Banjo, Bläser und Streicher zeichneten den klassischen Folk-Klang aus. Ein typischer Haldern-Sound.
Antlers spielten extra lange Songs
The Antlers boten kaum ein Stück unter acht Minuten. Der getragene, atmosphärische Synthie-Pop kam immer dann gut an, wenn es zwischendurch etwas zügiger zuging. Die helle Kopfstimme des Sängers Peter Silberman passt zur Musik, finden aber einige gewöhnungsbedürftig.
Punk auf dem Haldern Pop? Geht das? Ja, wenn er eine gewisse Tiefe besitzt. Das Trio 206 aus Halle strotzt vor Unzufriedenheit und kann sie mit stechenden Worten vermitteln. Sänger Tim Voelker geht als Punk-Poet durch. Die rauchige Stimme in jungen Jahren kann er auch vorweisen. Die knallharte Musik dazu gefiel, aber natürlich nicht jedem.
Viel Applaus erntete Johnny Flynn im Spiegelzelt. Der englische Singer-Songwriter brauchte nur eine Gitarre und seine wahnsinnige Stimme mit hohem Widererkennungswert, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Da Flynn auch Dichter und Schauspieler ist, wundert es nicht, dass er mit seinen Liedern Geschichten erzählt.
Am Samstag dürfen sich die Besucher noch auf Wir sind Helden, Fleet Foxes und James Blake freuen.
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