Reeser Schüler unterstützen Schüler in Benin
02.12.2010 | 17:17 Uhr 2010-12-02T17:17:00+0100
Rees. Was haben Vanillekipferl mit Benin zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nichts. Auf dem zweiten aber sehr viel.
Die 31 Schülerinnen und Schüler der 8b der Realschule Rees haben nämlich in den vergangenen Wochen Vanillekipferl, Spritzgebäck, Kokostaler und viele weitere Plätzchensorten gebacken, um Geld für ihr Benin-Projekt zu sammeln. Wie bekannt unterstützen die Reeser Realschüler den Bau von Schulen, die medizinische Versorgung in Krankenhäusern und ermöglichen ihren Patenkindern in dem westafrikanischen Land den Schulbesuch.
Die Plätzchen-Aktion ist nicht neu. Sie ging in diesem Jahr in die vierte Runde. „Das ist ja das Besondere, dass die Schüler dieses Projekt kontinuierlich weitergeführt haben“, war Konrektorin Barbara Heese voll des Lobes.
Wie in den Jahren zuvor hatten die Schüler mit ihren Eltern daheim Plätzchenteig gewalkt und ausgestochen. „Die Zutaten dafür haben die Eltern bezahlt“, erklärte Jan Boland (13). Die Eltern halfen auch beim Eintüten des Gebäcks in der Schule. „Am Ende haben wir mehr als 250 Tüten gezählt“, teilte Magdalena Schmitz (14) mit.
Diese standen nicht lange auf dem Verkaufstisch, den die Schüler in der Grundschule Haldern aufgebaut hatten. Denn traditionell zur Spielebörse am Motenhof wurde das Gebäck angeboten. Im Handumdrehen waren die beiden Weidenkörbe leer, in denen die Schüler die Tüten nach Haldern geschafft hatten. Die 13- und 14-Jährigen kamen mit mehreren hundert Euro aus Haldern zurück.
„Darauf bin ich richtig stolz“, ließ Klassenlehrer Florian Marski seine Schüler wissen. Eine Privatperson legte obendrein noch etwas Geld dazu, so dass am Ende 700 Euro zusammenkamen.
Den entsprechenden Scheck überreichten gestern Sean-Pierre Markett, Magdalena Schmitz, Katharina Schulz und Jan Boland an Konrektorin Heese. „Ich werde das Geld umgehend überweisen“, versprach Heese, die seit Jahren das Benin-Projekt koordiniert. Und gestern überschlug sie kurz, wie viel Geld seit Beginn der Benin-Hilfe 1996 von den Schülern zusammengetragen worden sind: bislang rund 51 000 Euro!
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