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Offen gelegte Akten wurden auch per Internet abgerufen

10.01.2012 | 18:18 Uhr
Offen gelegte Akten wurden auch per Internet abgerufen
Den Weg in den Sitzungssaal fanden am gestrigen ersten Tag der Offenlage 13 Personen. Foto: Dirk Schuster

Rees.   Die Betuwe-Pläne sind in insgesamt neun Ordnern nachzulesen. Sich einen Überblick zu verschaffen, macht einige Mühe

Um 8.15 Uhr trafen die ersten Halderner im Sitzungssaal des Rathauses ein. Als um 12 Uhr die Tür zur Mittagspause abgeschlossen wurde, hatten neun Halderner in den Ordnern der Deutschen Bahn mit den Betuwe-Plänen, Gutachten und Dokumenten geblättert und versucht, sich ein Bild zu machen, ob und wie sie vom Bau und Betrieb der Güterferntrasse betroffen sind. „Online gab es bisher 70 Klicks“, teilte Stadtsprecher Frank Postulart um 12 Uhr mit. Wie bekannt, liegen seit gestern die Pläne öffentlich aus. Neun Ordner sind es, die dort ausliegen. Die Datensätze sind zweifach vorhanden.

Suche macht etwas Mühe

Gar nicht so einfach sich zurecht darin zu finden. Diese Erfahrung musste auch ein Bewohner des Halderner Feldes machen, der zu den ersten gehörte, die sich informierten. „Mein Grundstück liegt zwar nicht direkt an der Trasse, aber von Lärm und Erschütterungen werden auch wir betroffen sein“, ist der Halderner sicher. Nachdem er erst herausgefunden hatte, an welchem Bahnkilometer sein Grundstück liegt, fand er nach 20 Minuten schließlich auch sein Flurstück in Ordner zwei des Katasters. „Klar werden wir unsere Vorbehalte geltend machen“, so der Halderner. Schließlich wolle er und seine Familie gewappnet sein, falls Schäden, beispielsweise durch Erschütterungen, an seinem Haus aufträten. Wie genau er seine Stellungnahme formulieren will, will er mit Nachbarn detailliert besprechen, wenn möglich, auch einen Fachmann hinzuziehen. „Dennoch wird es schwierig sein, am Ende nachzuweisen, dass die Schäden tatsächlich durch die Bahn entstanden sind“, ist der Halderner überzeugt.

Wie hoch die Lärmschutzwand wird, die in Höhe seines Grundstücks vorbeigeht, hatte der Halderner auch nach einer halben Stunde noch nicht ermittelt. Dennoch: In den Ordnern ist alles enthalten; wo Lärmschutzwände geplant sind und in welchen Bereichen die Wände zwei, drei oder vier Meter messen. Nur muss erst einmal zurecht finden. Die Höhe der Lärmschutzwände ist beispielsweise unter dem Punkt 5, dem Lageplan, ersichtlich.

Gestern, am ersten Tag der Offenlage, hatte sich die Zahl der Zugriffe um 16 Uhr auf 112 gesteigert, 13 Besucher kamen persönlich vorbei. Allerdings erhofften zwei Besucher Infos über die Betuwe-Pläne in Millingen und zwei über Windenergienanlsgen.

Um 18 Uhr zählte Postulart 126 Klicks. Beweis dafür, dass die Internet-Seiten der Stadt gut angenommen werden.

Maria Raudzsus

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