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Lieber Haldern als Berlin

16.01.2012 | 17:35 Uhr
Lieber Haldern als Berlin
Kraftklub stehen kurz vor dem Durchbruch. Samstag treten sie beim Rock im Saal auf. Foto: Universal

Haldern.   Ich will nicht nach Berlin“, lautet der Titel einer Single der Band Kraftklub aus Chemnitz. Aber nach Haldern will das Quintett schon.. Am Samstag, 21. Januar, wenn wieder Rock im Saal bei Tepferdt ansteht.

„Ich will nicht nach Berlin“, lautet der Titel einer Single der Band Kraftklub aus Chemnitz (sie selbst sagen ja Karl-Marx-Stadt). Aber nach Haldern will das Quintett schon. Nämlich am Samstag, 21. Januar, wenn wieder Rock im Saal bei Tepferdt ansteht.

Stefan Reichmann, der Haldern Pop-Macher, der für Rock im Saal die Musikauswahl trifft, hat Kraftklub im November gebucht. Heute muss er feststellen: „Zu dem Preis hätten wir sie heute nicht mehr gekriegt.“ Denn inzwischen herrscht geradezu ein Hype um die sächsische Band. Zum Beispiel prophezeit Spiegel Online 2012 den großen Durchbruch. Zudem erscheint am Freitag vor Rock im Saal das erste vollwertige Album.

Kill It Kid rocken mit Blueswurzeln

Reichmann selbst hat die Punk-Hiphopper beim Eurosonic Festival in Groningen vergangene Woche gesehen. Sein Urteil: „Das war so großartig!“ Im ersten Augenblick denke man an The Hives, aber die Punk-Attitüde sei viel höher bei Kraftklub. „Das sind Typen – mit einer fantastischen Bühnenpräsenz. Sie kommen unheimlich positiv rüber. Und das mit 7000 Watt“, umschreibt es Reichmann.

Vorfreude löst bei den kreativen Köpfen auch der Auftritt von Kill It Kid aus. „Die sind derzeit unsere Lieblinge. Eine unerkannte Schönheit aus England“, so Reichmann. In der Tat darf man sich auf eine neuartige Mischung freuen: Kill It Kid spielen deftigen Gitarrenrock mit Blues-Wurzeln.

Mit Emmanuel & The Fear kommt eine Band, die über Haldern Pop Recordings ein Album veröffentlicht. Aus diesem Tonträger wird es beim Rock im Saal einige Stücke zu hören geben. Frontmann Emmanuel Ayvas, der ja schon häufiger in Haldern auftrat, bringt diesmal fünf weitere Musiker mit. Die New Yorker verstehen es, ihren orchestralen Pop live schön rockig darzubieten. Das wird beim stets im Januar stattfindenden Festival ja gerne gehört.

Abschied feiern in Haldern übrigens Flashguns. Die drei Londoner haben kürzlich die Auflösung der Band bekannt gegeben. „Da war ich selbst überrascht“, sagt Stefan Reichmann über diese Entwicklung. Also wird es ein letztes Mal ihren modernen Indie-Rock zu hören geben.

Karten sind fast überall ausverkauft. Am morgigen Mittwoch ab 19.30 Uhr gibt es in der Haldern Pop Bar, Lindenstraße 1b, noch Restkarten zu 16 Euro zuzüglich Gebühr.

Marco Virgillito

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