Das aktuelle Wetter Rees 9°C
Rheinpegel

Hochwasser in Rees und Emmerich – neue Welle kommt am Wochenende

27.12.2012 | 16:49 Uhr
Hochwasser in Rees und Emmerich – neue Welle kommt am Wochenende
Zwiegespräch am Hochwasser. Die Skulptur von Dieter von Levetzow hält bei steigendem Rheinpegel regelmäßig die Füße ins Wasser.Foto: Diana Roos

Rees/Emmerich.   Bis zu 8,40 Metern könnte der Rheinpegel bei Rees am Wochenende messen. „Das ist aber alles im grünen Bereich“, gibt Stadtsprecher Frank Postulart Entwarnung. „Die Feuerwehr steht Gewehr bei Fuß.“ Deichverband muss angeschwemmtes Totholz entfernen.

Ernsthafte Sorgen muss sich niemand machen. „Es ist alles im grünen Bereich“, sagt Frank Postulart, Pressesprecher der Stadt Rees. Der Rheinpegel stand gestern bei 8,10 Metern. Die obere Promenade ist zwar mittlerweile gesperrt, „aber erhebliche Einschränkungen sind nicht zu erwarten“, so Postulart.

Auch das Bienchen – das kleine Aluboot des Löschzugs Bienen, das bei Hochwasser zwischen Grietherort und Grietherbusch pendelt – ist zwar bereits zu Wasser gelassen, aber noch nicht zum Einsatz gekommen. Noch schaffen es die Traktoren, über die überfluteten Flächen zu fahren. „Aber die Feuerwehr steht Gewehr bei Fuß“, sagt Frank Postulart.

„Überschaubares Hochwasserereignis“

Auch der Deichverband Bislich-Landesgrenze sieht keinen Grund zu großer Sorge. Geschäftsführer Holger Friedrich spricht von einem „überschaubaren Hochwasserereignis“. Viel zu tun ist trotzdem: Das Hochwasser schwemmt Äste und Baumstämme an. Wenn die mit dem Wellenschlag an die Deiche stoßen, können Schäden entstehen. Deshalb müssen die Mitarbeiter das Totholz entfernen. Schweres Gerät ist dabei bislang nicht zum Einsatz gekommen, noch reichen Manneskraft, Abschleppseile und Pkw.

Ein Bagger rückte dagegen gestern Nachmittag im Inland an. Durch die stärkeren Abflüsse des Rheins sind nämlich auch Kanäle betroffen, auch hier ist der Deichverband zuständig. Gestern war es der Netterdensche Kanal, der von Ästen befreit werden musste.

Für das Wochenende, 29./30. Dezember, rechnet Friedrich mit einem weiteren Anstieg der Pegel. Wie hoch der ausfallen wird, kann der Experte nicht genau sagen. Er beobachtet die Wetterlage „und das, was von oben kommt.“ Gemeint ist das Wasser, das von der Mosel und den Nebenflüssen kommt. Frank Postulart rechnet mit 20 bis 30 Zentimetern. Holger Friedrich: „Kein Problem.“

Nadine Gewehr



Kommentare
Aus dem Ressort
Haldern inspiriert die Künstlerin
Kunst
Agnes Helmreich Boonman stellt zum ersten Mal beim Reeser Kunstsonntag aus.In der Galerie Eyting sind ihre Ölgemälde am 2. November zu sehen
Glaubensfestigung für Erwachsene in Rees
Religion
Die Gruppe „Wege erwachsenen Glaubens“ der Gemeinde St. Irmgardis wirbt mit einem Schnuppernachmittag am 8. November im Reeser Kolpinghaus um weitere Teilnehmer
Ablösesumme für Stellplätze soll in Rees gesenkt werden
Finanzen
Da bei Neubau, Umnutzung oder Erweiterung von Gewerbe die Gebühr für fehlende Parkplätze in Rees so hoch ist, sind oftmals Interessenten abgesprungen
Grundschule Rees soll vermarktet werden
Schulen
Die Kostenschätzungen für eine Instandsetzung von Grund- und Förderschule liegen vor. Verwaltung hält am Umzug der Grundschüler in die Anne-Frank-Schule fest. Diese soll zuvor saniert werden.
Galenus Werk in Rees platzt aus allen Nähten
Gewerbe
Inhaber denken über eine Verlegung des Betriebes nach Emmerich nach und fragen den Markt ab. Langfristig wird für die Immobilie ein Käufer gesucht
Frage der Woche

Ob nun Moutainbiker oder Cross Country Fahrer – das Radfahren im Wald in Hochelten ist ein aktuelles Thema. Wie berichtet haben einige Moutainbiker sich Rampen im Wald abseits der Wege gebaut, was nicht erlaubt ist. Zugleich beschweren sich Bürger über rücksichtslose Radfahrer. Es gibt Bestrebungen, für Moutainbiker eine gesonderte Strecke zu schaffen. Unsere Frage der Woche: Wie stehen Sie zu Mountainbikern in Hochelten?

So haben unsere Leser abgestimmt

In Hochelten sollte es gar keine Mountainbiker geben. Das passt nicht.
19%
Mich ärgern vor allem die rücksichtslosen Fahrer.
4%
Mountainbike-Strecke fände ich gut.
70%
Die Wege für Fußgänger und Radfahrer müssen schnellstmöglich klar getrennt werden.
5%
Wenn Moutainbike-Strecke, dann muss diese auch touristisch genutzt werden.
3%
1058 abgegebene Stimmen
 
Fotos und Videos
Freibier-Verlust
Bildgalerie
Reeser Kirmes
Person droht im Rhein zu ertrinken
Bildgalerie
Feuerwehr
Rock 'n' Roll in Haldern
Bildgalerie
Haldern Pop
Haldern Pop
Bildgalerie
Festival