Himmelhoch High im Reeser Bürgerhaus
15.11.2009 | 18:35 Uhr 2009-11-15T18:35:00+0100Rees. "Da geht immer noch mehr" sangen die Höhner und erlebten nach einjähriger Abstinenz in Rees, dass sie immer noch die meisten Besucher ins Reeser Bürgerhaus ziehen. Knapp 1000 Höhnerfans besuchten das Konzert und erlebten beste Stimmung bei Pittermännchen und richtig guter Musik.
Noch ehe alle Kölschfässchen angeschlagen waren, stimmten die Höhner ihren Handball-WM-Hit ein und der Saal tobte: "Wenn nicht jetzt, wann dann." Mit Henning Krautmacher, Hannes Schöner, Janus Fröhlich, Peter Werner, Jon Parsons und Jens Streifling standen echte Fründe auf der Bühne, die es genossen, anders als in den großen Hallen wie der Köln Arena oder dem Gürzenich, das Publikum live und in Farbe direkt vor der Bühne stehen zu haben. Hier erlebten die Höhner hautnah, welche Hits aus ihrem neuen Album die Jahrzehnte überleben werden. Denn neben der "Karawane", die dieses Mal nicht zog, "Hey Kölle", "Ich bin ne Räuber" und "Da sinn mer dabei",. kamen die Besucher auch in den Genuss, sowohl bedächtige Lieder aus dem neuen Album als auch echte neue Ohrwürmer kennen zu lernen. Und damit die Reeser mit zu den ersten gehören, die sich in der neuen Session als textsicher erweisen, übte sich Henning Krautmacher als bester Lehrmeister. So saß bei der Zugabe der Text von "Schenk mir dein Herz" bereits, ein Song, der bestes Mitsing-Potenzial liefert. Als weiterer Stimmungsmacher bestand "Hier brennt die Luft" die niederrheinische Feuerprobe. Dank Rauchverbot im Bürgerhaus brannte für die Zuschauer die Luft im "Gepäcknetz", auf der Empore, nicht, so dass man hier oben das Konzert genießen konnte, erstmals auch an Stehtischen.
Viele entlarvten sich mit Kölle-Shirts als echte Fans, sogar drei perfekt geschminkte Hühner und ein Hahn wurden gesichtet. Was die Höhner vermitteln wollen, ist ihnen auch dieses Mal im grauen November wieder gelungen: Spaß an der Freud. Manchmal auch zu Tode betrübt besingen sie ihre Grundstimmung "Himmelhoch High, in et Levve verknallt". Trotz Krise!
Und wer nach der zweiten Zugabe sein Pittermännchen noch nicht geleert hatte, der erlebte, mit welch gigantischer Bühnentechnik die Höhner angereist waren, deren Auf- und Abbau Stunden in Anspruch nahmen. Um so erstaunlicher, dass so etwas im kleinen Rees möglich ist. Das von den Höhnern angestimmte Lob für Bruno Schmitz, der einst Hauptschullehrer in Rees war und nicht nur diese Veranstaltung möglich macht, wurde vom Publikum mit langanhaltenden Bruno-Rufen gewürdigt.
0mitdiskutieren