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Karneval

Halderse Angels „räumten auf“

15.02.2012 | 16:48 Uhr
Halderse Angels „räumten auf“
Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool

Haldern.   Die Frauen hatten allen Grund zum Lachen. Marianne Diehl navigierte das Narrenschiff sicher durch den Nachmittag.

Wer eine echte Prinzessin in seinen Reihen weiß, der bekommt beste Karnevalsstimmung gratis ins Haus geliefert. Beim Bunten Nachmittag der Katholischen Frauengemeinschaft Haldern im Saal Tepferdt war die überschwängliche Stimmung vom ersten Moment an spürbar. Immerhin hatten sich die kfd-Damen, allen voran Sitzungsleiterin Marianne Diehl, als Elferrat gewandet, um ihrem Prinzenpaar Lucie und Ulli Uebbing einen angemessenen Auftritt zu bieten.

Tanz in Schlafhauben mit Spitze

Mit dem Räuber-Hit „Wunderbar“, getanzt von der Senioren-Tanzgruppe unter Leitung von Margret Komescher, boten die Damen, die gemeinsam fast 700 Jahre auf die Bühne brachten, einen beliebten Karnevalshit. Noch aktueller wurden sie später mit „6 bis 8 Stunden Schlaf“ von den Höhnern. Dazu trugen sie niedliche Spitzenschlafhauben. Zur Prinzenproklamation hatten sich die Haldernerinnen Gerda Winter, Sabine Fischer, Irmgard Drost, Ruth Stappert, Marita Bücker, Lydia van den Boom und Claudia Boshuven gut kostümiert am Stammtisch eingefunden. Und so manches Döntje über das Prinzenpaar zum Besten gegeben. Um so erstaunlicher, dass sich die echte Karnevalsprinzessin Lucie gewohnt gekonnt ins Programm einbrachte und in zwei Auftritten brillierte.

Wohlbemerkt mit auswendig gelernten Beiträgen, auch in Halderner Platt. Immer wieder wunderbar zu erleben ist Maria Ehringfeld als leidgeprüfte Landfrau Eugenia Perlhuhn. Ihre Hühner ruft sie mit dem bewährten Putt putt putt, die Männer mit „Freibier“. Dass sie selbst in der Kur nur 4,50 Euro ausgegeben hat, ihr Hannes aber 840 Euro, hatte einen handfesten Grund. „Am ersten Tag habe ich Kaffee und Kuchen für 4,50 Euro bestellt. Ab dem nächsten Tag habe ich so einen Bekloppten wie dich gefunden.“

Dass eine wilde Rockerbande Haldern unsicher macht, bewiesen die Halderse Angels. Zu Highway to Hell und We will rock You wirbelten die Rockerbräute über die Bühne. Und dann dieser geniale Sketch: Maria Ehringfeld als hilflose Patientin wartend vor dem OP und Irmgard Drost als türkische Putzfrau Aische. Sie macht der Kranken richtig viel Mut. „Warum liegt soviel Staub unter meinem Bett?“, wundert sich die Patientin. „Asche zu Asche, Staub zu Staub!“, wusste Aische. Dass die Patientin schließlich in der Pathologie landete, hatte Aische quasi vorausgesagt.

Mit dem Beitrag, dass Lucie Uebbing von ihrer Krankenkasse nur dann eine neue Hüfte bewilligt bekommt, wenn sie diese nach ihrem Tod wieder ausbauen lässt, wurde das Gesundheitssystem humorvoll karikiert.. Als bewährter Höhepunkt des Nachmittags bestieg schließlich datt Marie, alias Maria Bucksteeg, die Bühne.

Zum Valentinstag brachte sie jeder anwesenden Dame ein Geschenk mit: „Mich!“. An solch einem Tag, ist sie natürlich bereit ihrem Jan Wilhelm jeden Wunsch zu erfüllen. Nur die Zehennägel will sie ihm nicht schneiden. Dazu hätte es der Rosenschere bedurft.

Das Finale des Bunten Nachmittags startete vor der Traumschiffkulisse mit Kapitänin Marianne Diehl, die das Narrenschiff sicher durch den heiter-gemütlichen Nachmittag navigiert hatte.

Elisabeth Hanf

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